Märchenhaft, sowohl süss als auch düster; lehrreich ohne verkrampft zu sein
Der märchenhaft gestaltete Einband verspricht nicht zu viel: Niedliche Mensch-Tier-Mischwesen leben in einer Steampunk-Welt. Der Held, ein kleines einohriges Füchslein, hat zu Beginn der Geschichte noch nicht einmal einen Namen, es trägt nur die Nummer 13. Es muss sich aus einem düsteren Waisenhaus befreien und sich auf der Strasse durchschlagen. Dabei macht es neue Freunde und findet nebst skurrilen Erfindungen auch die Magie seiner Welt.Rassen- und Klassendiskriminierung sind heftige Themen, mit denen sich das Buch auf eine unverkrampfte Weise auseinandersetzt. Ich finde gut, dass während es für die Hauptfiguren zwar gut ausgeht, die Autorin nicht den falschen Eindruck erweckt, diese Probleme wären so einfach zu lösen. Vielmehr wird gezeigt, wie in einer oft düsteren, oft ungerechten Welt Dinge wie Musik, Freundschaft, Solidarität und Erfindergeist einen Riesenunterschied machen können.