Soulmatch von Rebecca Danzenbaker ist eine gelungene YA-Dystomance, in der die Seele über das Schicksal bestimmt.
Etwa 200 Jahre nach dem dritten Weltkrieg hat die Menschheit ein System entwickelt, um Frieden und Sicherheit zu gewährleisten. Alle Seelen werden an ihrem 18. Geburtstag geprüft und müssen das Schicksal ihrer vorangegangenen Leben teilen. Das kann Gefängnis oder aber eine riesige Erbschaft bedeuten und so ist Sivon vor der Zeremonie unglaublich aufgeregt. Sie hat Angst, eine schlechte Seele zu sein, doch das Ergebnis ihres Tests ist fast noch schlimmer. Sivon ist eine völlig neue Seele, die rein ist und keinen vorbestimmten Weg besitzt. Das macht sie zur Berühmtheit und zur Zielscheibe für alle möglichen Machtinteressen. Zu ihrem Schutz wird der mürrische Bodyguard Donovan abgestellt, der Sivons Gefühlswirrwarr zusätzlich verstärkt. Denn wem kann sie noch trauen?
Die Grundidee hat sehr viel Potenzial und klang für mich richtig spannend. Anfangs hatte ich ehrlich gesagt so meine Zweifel, ob die Autorin meine Erwartungen erfüllen würde. Doch mit jedem weiteren Kapitel konnte mich die Story mehr fesseln, obwohl der Anfang für meinen Geschmack etwas zäh war.
Ich hatte leichte Schwierigkeiten in die Handlung reinzukommen, denn die ersten Tage von Sivon erschienen mir jetzt nicht so wirklich mitreißend. Das ändert sich aber bereits vor ihrem Test und endlich konnten mich auch die Emotionen catchen. Es folgt eigentlich ein überraschender Twist auf den nächsten und man weiß nie, wem man trauen kann oder wer hier ein falsches Spiel spielt.
Natürlich sind einige Bösewichte klarer zu erkennen, als andere. Aber trotzdem ist es aufregend, mitzurätseln. Die Dimension der Intrigen ist echt gekonnt konstruiert, genau wie das dystopische Setting, in dem das Schicksal einer Seele fast immer vorherbestimmt ist.
Sivon ist eine Hauptfigur mit Stärken und Schwächen, wodurch sie authentisch sympathisch wirkt. Ihre Ängste und ihre Unsicherheiten sind nachvollziehbar. Aber sie besitzt auch unglaubliche Stärke und bleibt sich selbst treu.
Das anfangs eher langatmige Tempo zieht im Laufe der Handlung deutlich an, bevor sich am Ende die Ereignisse überschlagen und es fast schon ein wenig unübersichtlich wird. Trotzdem ist die Grundidee letztendlich sehr gut umgesetzt und hat mir gefallen.
Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne!