Eisglut von Roland Muller ist bereits der dritte Band einer Grönland-Reihe um Spezialermittler John Kaunak. Die Vorgänger hatten mich begeistert und auch Eisglut habe ich mit großer Freude gelesen. Worum geht es?
Wir schreiben das Jahr 1968, als ein Langstreckenbomber über Grönland abstürzt. An Bord vier Wasserstoffbomben. Nur drei konnten geborgen werden. Die vierte war verschollen, bis ein Fischtrawler unter grönländischer Flagge im Polarmeer einen mysteriösen Beifang macht. Der Kapitän kann noch einen Notruf absetzen, ehe er samt Mannschaft verschwindet.
John Kaunak und sein Team entdecken auf dem leeren Trawler Reste radioaktiver Strahlung. Eine Spur führt ins Darknet, wo eine geheime Auktion für atomwaffenfähiges Material angekündigt wird. Die Ermittler verschaffen sich Zutritt und finden sich schon bald in prekärer Lage wieder
Eisglut ist nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern auch bestens recherchiert. Ein Mix aus Fakten und Fiktion. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Brandaktuelle Themen (Grönland!) und exotische Schauplätze, z.B. ein Kreuzfahrtschiff (Mein Traum *haha), das sind die Zutaten für diesen actionreichen Thriller. Besonders gefallen haben mir die Szenen in einem Freifallrettungsboot.
Die Figurenzeichnung ist gelungen. Neben John geben Jacob, Astrid, Silpa und Nuka wirklich alles. Neu dabei Sara, genannt Tarra. Ich hoffe, die Reihe geht weiter.
Fazit: Hochaktueller und brisanter Thriller. Gerne mehr davon!