Der RCE-Chat ist installiert und läuft (wahlweise auch analog. Doch kann diese Anarchie funktionieren. Don lebt inzwischen in Italien. Sie reist durch die Gegend und berichtet von den Fortschritten nach der sanften Revolution. Ein Leben ohne System, ohne Internet, ohne Finanzwesen, ohne ziemlich viel, was vorher selbstverständlich war. Ein wenig erzählt sie auch von ihrem Leben. Ist wirklich alles gut? Die Menschen müssen sich schon sehr umstellen. Jeder ist für alles verantwortlich. Was nicht so einfach ist. Deshalb werden für eine gewisse Zeit Vertreter gewählt. Nach einiger Zeit wechseln sie wieder. Und alle leisten Gemeinschaftsarbeit. Und alle leben. Don und ihre Wahlfamilie sind in Rom. Die Revolution über die Netze ist gelungen. Die vorherigen Global Player haben ihre Macht und den Einfluss verloren. Europa in der Form gibt es nicht mehr. Aber da sich die europäischen Staaten der Revolution angeschlossen haben und sogar England mit dabei ist, ist so eine Art Europa 2.0 entstanden. Die Erfolge können auch weitere Staaten überzeugen. Doch wie geht es den Menschen. Die werden zwar nicht mehr unterdrückt und fremdgesteuert, aber damit haben sie auch ihren Halt verloren. Nun müssen sie ihr Leben selbst organisieren. Nicht so einfach, aber bei Manchen entsteht eine Aufbruchstimmung. Was kommt nach dem Happyend? Viele Romane hören da ja auf und hier geht es weiter. Man bezweifelt vielleicht, dass so etwas funktionieren kann. Würden die Mächtigen wirklich von der Macht lassen? Wie lange hält die Überrumpelung? In der ersten Zeit muss sich erstmal alles finden. Es wird zwischen vorher und nachher verglichen. Bei einigem, was vorher schlecht war für die Meisten, kann man mitgehen. Und einiges ist nachher wirklich wie ein gelebter erfüllter Wunsch. Aber kann es tatsächlich auf Dauer gelingen, dass sich keine Elite bildet, dass die Waffen schweigen? Das wäre schön, aber wohl doch eine Utopie. Die Vorschläge zu einer möglichen Verfassung werden von Dons Berichten eingerahmt. Ein Roman wie man ihn sich vorstellt, ist dieses Buch nicht direkt, aber es regt zum Nachdenken an.3,5 Sterne