"Thirteen" hat mich von der ersten Seite an gepackt. Allein die Idee, dass der wahre Täter nicht auf der Anklagebank sitzt, sondern mitten in der Jury, ist einfach genial. Dadurch entsteht eine ganz besondere Spannung, weil man als Leser genau weiß, dass etwas nicht stimmt, während im Gerichtssaal alle versuchen, den Mordfall gegen den falschen Mann aufzuklären. Ich liebe diese Gerichtsatmosphäre in der Eddie Flynn Reihe sowieso, und auch hier gibt es wieder viele kluge Strategien, Wendungen und Momente, in denen man miträtselt, wie sich das Ganze noch entwickeln könnte.Besonders beeindruckt hat mich der Täter in diesem Band. Er ist unglaublich raffiniert und immer mehrere Schritte voraus, was die Geschichte wirklich faszinierend macht. Gleichzeitig bleibt das Buch durch die kurzen Kapitel und die vielen Perspektivwechsel sehr dynamisch. Man merkt einfach, wie viel Spaß Steve Cavanagh daran hat, mit Erwartungen zu spielen und immer neue Überraschungen einzubauen. Für mich war das wieder ein richtig starker Band der Reihe, den ich kaum aus der Hand legen konnte.