Das Glück liegt am Meer ist Band 3 aus der Reihe Küstenzauber. Man kann die Bücher unabhängig voneinander lesen, denn die Geschichten sind in sich abgeschlossen. Optisch passt das Cover des Buches zu den anderen Bänden, ein Hingucker im Bücherregal. Am Ende des Buches gibt es ein Personenregister, das sehr hilfreich ist.
Das Buch ist voller vertrauter Figuren, neuen Bekanntschaften und emotionalen Momenten. Bentje und Jasper planen einen neuen Schritt, sie wollen zusammenziehen. Bentje hat einen neuen Bewohner in der Pension Lüttje Glück, ein sympathischer, gutaussehender Pomologe und Physiotherapeut. Julian mietet bei ihr ein Zimmer. Er weiß viel über die seltenen Apfelsorten, die bei Bentje im Garten wachsen, aber nicht nur das. Julian ist so charmant und nett, einfach vom Typ her, oder will er mehr von Bentje? Jasper wird nach kurzer Zeit ziemlich eifersüchtig, was Bentje nicht wirklich verstehen kann. Er zieht sich eines Tages komplett zurück, verbringt die Zeit mit einem älteren Herrn, der Bootsbesitzer
ist, und möchte es von ihm abkaufen. Sie machen eine Bootstour, gerade an dem Tag, an dem der Wind besonders stürmisch weht. Er zieht nicht nur die Bäume in Gefahr, sondern auch die beiden, als sie unterwegs auf dem Wasser sind. Wiederholt sich das schreckliche Schicksal, das Bentje und Jasper schon einmal getrennt hat?
Es werden viele Themen angesprochen: Liebe, Freundschaft, Trauer, Partnerverlust, Eifersucht, Distanz, Neuanfang. Der Schreibstil ist leicht, locker und flüssig und die Charaktere wirken lebensecht und authentisch. Man fiebert mit ihnen mit, erlebt deren persönliche Höhen und Tiefen hautnah mit, weil die Autorin vieles genau und sehr gut bildlich beschrieben hat. Es wird von der Autorin noch ein besonderes Thema angesprochen, es sind die Handarbeiten, in diesem Fall das Stricken. Es geht um den Sockenweltrekord, der aufgestellt werden soll. Für mich als Laie war es zwar interessant, aber an der ein oder anderen Stelle doch zu detailliert und fachsprachlich. Ich selbst stricke nicht, deshalb war es interessant, aber ein wenig zu viel. Fand ich aber insgesamt nicht so schlimm. Das Ende der Geschichte kam mir zu plötzlich und zu glatt, ich persönlich habe mir mehr Emotionen erhofft. Vergebe trotzdem 4 Sterne und gebe eine Weiterempfehlung ab.