Ein mutiges Buch über die ¿Greiferin¿ Stella Goldschlag, das mich sprachlos und bestürzt zurück lässt.
"Und die Goldschlag, keiner zwingt. Die ist auf ihre verreckte Art ihrem Vaterland treuer als wir zwei miteinand." S. 193Inhalt:1942: Kristin lebt in Berlin und verzaubert mit ihrer unbekümmerten Art alle um sie herum. Fritz möchte trotz des Krieges die Welt sehen und vor allem, ob die grausamen Gerüchte was mit Juden passiert, wahr sind. Dort lernt er Kristin kennen und verbringt seine Tage mit ihr. Doch plötzlich steht sie vor ihm und gesteht ihm, nicht die Wahrheit gesagt zu haben.Cover:Das Cover ist ohne vieler Details in schwarz gehalten und es ist nur der Kopf von Stella in gold zu sehen.Meine persönliche Meinung:Das Buch hat mich ziemlich mitgenommen. Die üblichen 2. Weltkriegsbücher sind meistens aus Sicht von betroffenen Juden geschrieben oder tragische Schicksale. Ich hab noch nie ein Buch gelesen, wo die Geschichte einer Person erzählt wird, die in dem ganzen Verbrechen mitgeholfen und somit auch Leid verursacht hat. Hab danach noch nach Stella Goldschlag gegoogelt. Ganz klar, ist das hier nur ein Roman und die Person wurde im Buch vermutlich menschlicher gemacht als sie war. Obwohl, wer weiß das schon? Wer weiß, wie sehr sie gebrochen wurde, dass sie so handelt? Richtig schlimm finde ich das Ende (der echten Person). Dass sie sich offiziell als Antisemitin bezeichnet hat. Das Fritz sie im Buch verlassen hat, zeigt wohl, dass es nicht einfach ist mit ihrer Geschichte und ihren Taten zu leben. Ich kann kaum in Worte fassen, wie mich diese Geschichte zurück lässt. Aber es ist gut, dass sie erzählt wurde.Fazit:Ein mutiges Buch über die "Greiferin" Stella Goldschlag, das mich sprachlos und bestürzt zurück lässt.