Dieses Buch hat alles, was sich das Herz wünscht: Träume, erleuchtende Geschichten, tiefschürfende Gedanken und auch die Liebe fehlt nicht.
Was gibt es schöneres für Leseratten, als wenn man ein Buch nach dem Lesen mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht und einer Träne im Auge zuschlägt, weil einen die Geschichte so berührt hat? Die Rahmenhandlung, die allein für sich schon ein gutes Gefühl wach ruft, wird durch eingefügte Binnenerzählungen untermalt.Doch worum geht es hier eigentlich? Marvin Heider, ein arbeitsloser Möchtegernschriftsteller bekommt endlich ein passendes Jobangebot in einem Antiquariat. Der alte Geschäftsinhaber hält sich meist im Keller in seiner narratorischen Apotheke auf. Dort berät er zweifelnde Menschen, die nach dem Sinn des Lebens suchen. Marvin ist Agnostiker und wird nun mit neuen Gedanken zum Glauben konfrontiert. Je weiter man in dem Buch vordringt, desto tiefer gehen sie unter die Haut. "Der goldene Schlüssel" erzählt beispielsweise vom Hunger der Seele und in "Der König hinter den Nebeln" wird deutlich, wie blind wir manchmal durchs Leben stolpern.Das Erzählen von Geschichten istThomas' Frankes (*1970 in Berlin) große Leidenschaft. Seine erste Geschichte, ein unveröffentlicht gebliebenes Fantasyepos mit über 1000 Seiten begann er mit 20 Jahren zu schreiben. Sie blieb allerdings unveröffentlicht. Aber, verfolgt von der Frage "Was wäre wenn ...", gab er nicht auf und inzwischen erschienen von ihm bei Gerth Medien zahlreiche Bücher für Kinder und Erwachsene. Dabei nähert sich der bei einem sozialen Träger für Menschen mit Behinderung tätige Familienvater gerne christlichen Themen an.Mich hat das tiefe Vertrauen (des Antiquariatsbesitzers) in das Unfassbare sehr angesprochen und mir wertvolle Denkanstöße geschenkt, so dass das Buch einen Platz in meiner literarischen Apotheke bekommt .