**Meine Inhaltsangabe:**
In London treibt ein grausamer Serienmörder sein Unwesen. Er tötet und verstümmelt Prostituierte. Die Presse gibt ihm den Namen Jack the Ripper. Die Polizei steht unter Druck, selbst die Königin erwartet schnelle Ergebnisse. Doch Jack scheint immer einen Schritt weiter zu sein. Irene Adams, ebenfalls Prostituierte, allerdings für die gehobene Gesellschaft, fühlt sich den Opfern, von denen sie zwei aus ihrer Vergangenheit persönlich kannte, verpflichtet und will selbst Ermittlungen anstellen. Unterstützt wird sie von dem Deutschen William Berger, der seit einigen Jahren als Kriegsveteran zurückgezogen in London lebt und sein Geld als Leibwächter verdient. Zunächst eher gezwungenermaßen als freiwillig nehmen die beiden also die Spurensuche auf. Bald schon kommen sie dem berüchtigten Ripper immer dichter auf die Fersen, wagen sich in dunkle Viertel, schäbige Kaschemmen und nicht zuletzt in große Gefahr. Doch nicht nur dem brutalen Mörder kommen sie näher, sondern sich gegenseitig auch.
Erster Satz: »In den langen Nächsten, in denen mich die qualvollen Schmerzen, das glühende Stechen hinter meiner Stirn nicht zur Ruhe kommen lassen, irre ich oft durch die Straßen der Hauptstadt des mächtigen Empire.«
**Mein Eindruck:**
Ich kenne (und liebe) bisher von dem Autor seine Richter Siggi-Buckmann-Reihe. Das hier ist jetzt aber sowas von ganz was anderes! Ein historischer Thriller nach wahren Begebenheiten. Klar, natürlich mit fiktiven Charakteren angereichert, doch das macht den Roman auch echt aus. Ich liebe die beiden Hauptfiguren Irene Adams und William Berger nämlich sehr! Von Anfang an. Und ich feiere es, wie die beiden miteinander umgehen und sich immer besser verstehen. Vor allem Berger hat es mir echt angetan mit seiner ruhigen, zurückhaltenden Art, die ihn aber nicht davon abhält, mit Bestimmtheit und selbstbewusst aufzutreten. Ich mag es auch, dass ich von beiden nach und nach ein bisschen mehr erfahre, wie sie dahin kamen, wo sie jetzt sind und was sie früher erlebt haben. Zu meiner Freude spielt auch ein Kater eine klitzekleine, aber sehr anrührende Rolle. Das Setting ist, wie man es sich im damaligen London wohl vorstellt, herrlich neblig, düster, feucht und schmuddelig. Ich rieche fast schon den Unrat und die ungewaschenen Leiber der armen Bevölkerung und den alkoholgeschwängerten, fauligen Atem dieser unteren Gesellschaftsschicht (mich schüttelt es schon wieder). Herrlich atmosphärisch also. Der Autor geht von einem ganz anderen Ansatz aus, was die Ripper-Morde betrifft. Und zwar ähm, nein! Das verrate ich garantiert nicht! Musst Du selbst lesen. Es lohnt sich! 5/5 Sterne und ich bin schon SO gespannt auf Band 2, der in Kürze erscheint! Wer True Crime, London, Jack the Ripper-Vibes und ein Buch zum Wegsuchten mag, wird KILLING RED JACK lieben! Ich tus, daher 5/5 Sterne.