>> Ich will mir weder einreden lassen, dass alles gut werde, noch dass schon morgen die Katastrophe käme. Weder trifft das eine zu noch ist das andere ausgeschlossen. Aber sich willenlos oder widerstandslos den Einredungen hinzugeben, ist meine Sache nicht. <<
Meckern ist Volkssport hierzulande. Gegrummel begleitet ihn schon immer. Sagt der Autor, eins Oberbürgermeister in Dresden. Damit meint er nicht die berechtigte Kritik an gesellschaftlichen Missständen. Sondern das Murren und Maulen, mit dem die Verantwortung für alle Unzulänglichkeiten stets anderen zugewiesen wird. Nie stelle man beim kollektiven Nölen die Frage: Was kann ich tun, um Ärgernisse zu überwinden? Wolfgang Berghofer wechselte vor über dreißig Jahren von der Politik in die Wirtschaft. Er kennt die Schwierigkeiten da wie dort. Lernte Maulhelden und Macher kennen. Lamentieren war und ist ihm fremd. Wie er eben auch weiß, dass motzende Parteien keine tatsächlichen Alternativen bieten. Um gesellschaftliche Probleme zu lösen, bedarf es entschlossenen Engagements der Zivilgesellschaft. Machen statt meckern eben. Möglichkeiten nutzen und Auswege suchen statt taub und blind in Sackgassen zu stolpern. Berghofer macht sich nützliche Gedanken, was verändert werden muss.