
"Ich bin Ende oder Anfang", hat Kafka 1918 geschrieben. Wenn es eine Frage war, so ist sie entschieden, und zwar durch die Nachwelt. Kafka war ein Ende: sofern er einer Welt angehörte, die im europäischen Totalitarismus untergegangen ist, der Welt des deutschsprachigen Prager Judentums vor 1933. Kafka ist aber auch ein Anfang: eine zentrale Figur der Moderne, von einer Ausstrahlung, die weit über die Literatur hinausgeht, aber in der Literatur besonders wirksam ist. Was Kafkas Werk und besonders seine Art des Erzählens ausmacht, skizziert der Band ebenso wie seine Wirkung, vor allem auf Philosophen und Schriftsteller von Theodor W. Adorno und Hannah Arendt bis zu Peter Handke und Mario Vargas Llosa.
Inhaltsverzeichnis
Zwei Ansichten eines Schreibers
Die Welt im Kopf : Der Erzähler
Mein eigentlicher Wunsch : Streitfragen
Der magerste Mensch : Die Person
Die produktive Kraft : Der Ruhm
Literatur. . . eine unerhörte Originalität der Einfälle, die Mischung von Realität und Phantastik, kunstvolle Sprachfertigkeit . . . gibt die Studie damit zweifellos vielerlei Anregungen und stellt die weitere Beschäftigung auf eine solide Grundlage . . . (Marcel Krings, in: Germanistik - Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen, Jg. 60, Heft 3-4, 2019)
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