Angenehme Unterhaltung für Katzenfans.
entsteht literarisch ein Problem, weil sich nun die Frage stellt, was sie alles noch an Menschlichem wissen. Kennen sie menschliche Begriffe, die Gewohnheiten der Menschen, können sie gewisse Vorgänge menschlicher Art richtig einordnen? Die Frage stellt sich also, wie menschlich die Tiere dann ausgestattet werden. Es findet also eine Art Gratwanderung statt zwischen dem typischen Dasein als Tier und dem typischen Dasein als Mensch. An der nicht so ganz gelungenen Gratwanderung krankt auch dieser Roman, denn teils erlebt man den erfrischend keck gezeichneten Kater Frankie mit sehr kätzischen Zügen, um dann mit Erstaunen zu hören, was er alles aus dem menschlichen Bereich versteht. Auch, wenn natürlich jeder Leser und in meinem Fall Hörer weiß, dass es keine sprechenden Kater gibt, so ein Plot also reinste Fiktion ist, so läuft doch immer so eine Art Glaubwürdigkeitsfrage mit bei all den Aktionen des Tieres mit. So versteht Frankie z.B. zunächst nicht, was der Strick bedeutet, den Gold nutzt und das ist glaubwürdig für ein Tier, aber dann, nachdem ein Dackel ihn darüber aufklärt, was sein Herrchen da immer wieder vorhat, reagiert er komplett menschlich und will ihn retten. Wissen wir, ob das nicht geradezu ein nur rein menschlicher Zug ist, wenn man jemanden retten will? Hat Tod für ein Tier dieselbe tragische Bedeutung? In solchen Momenten fällt die Glaubwürdigkeit der Figur des Frankie komplett auseinander. Weswegen das Hörbuch trotzdem von mir bis zur letzten Sekunde angehört wurde, lag zum einen daran, dass der Charakter Frankies herzerfrischend ist und ich einfach auf die weiteren phantasievollen Momente gespannt war, auch wenn ich mit diesem Punkt zur Glaubwürdigkeit immer wieder schwer hadern musste. Und nicht unerwähnt bleiben soll, dass der Sprecher seinen Job sehr gut gemacht hat. Ich mochte ihm sehr gern zuhören.