Bücher versandkostenfrei*100 Tage RückgaberechtAbholung in der Wunschfiliale
Summer Sale: Ihr 15% Rabatt10 auf viele Sortimente mit dem Code SOMMER15
Summer Sale: Ihr 15% Rabatt10 auf Spielwaren, English Books & mehr mit dem Code SOMMER15
Jetzt einlösen
mehr erfahren
product
cover
-5%

VIEWS

5 CDs

(70 Bewertungen)15
175 Lesepunkte
Hörbuch CD
Sparen Sie jetzt zusätzlich 15%10 auf diesen Artikel mit dem Gutscheincode: SOMMER15
Statt18,49 €
Jetzt nur
17,49 €inkl. Mwst.
Zustellung: Fr, 26.07. - Mo, 29.07.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
Empfehlen

Die 16-jährige Lena Palmer verschwindet spurlos. Drei Tage später taucht sie in einem verstörend brutalen Video wieder auf, welches in atemberaubendem Tempo viral geht. BKA Kommissarin Yasira Saad soll Lena finden und die Täter identifizieren. Ihr bleibt wenig Zeit, denn schon gibt es erste gewalttätige Demonstrationen in deutschen Städten. Eine rechtsradikale Gruppierung namens »Aktiver Heimatschutz« gewinnt rasant an Zulauf. Kann Yasira die Täter verhaften, bevor der Lynchmob zuschlägt und der Rechtsstaat zu wanken beginnt?

Flirrend, hintergründig, hochspannend: ein packender Gegenwartsroman gelesen von Marc-Uwe Kling.

Produktdetails

Erscheinungsdatum
27. Juni 2024
Sprache
deutsch
Auflage
Ungekürzte Ausgabe
Ausgabe
Ungekürzt
Laufzeit
341 Minuten
Autor/Autorin
Marc-Uwe Kling
Sprecher/Sprecherin
Marc-Uwe Kling
Verlag/Hersteller
Produktart
CD
Audioinhalt
Hörbuch
Gewicht
134 g
Größe (L/B/H)
138/126/14 mm
GTIN
9783957133236

Portrait

Marc-Uwe Kling

Marc-Uwe Kling, geboren 1982, wurde durch seine anarchischen Känguru-Geschichten in ganz Deutschland bekannt, schrieb die dystopischen Romane »QUALITYLAND 1 & 2« und die Vorlesebücher über das »NEINhorn«, bevor er zusammen mit seinen beiden Töchtern die Fantasy-Krimi-Komödie »Der Spurenfinder« veröffentlichte, die ein SPIEGEL-Bestseller wurde. Nun wechselt Kling erneut das Genre und legt einen hochspannenden, temporeichen Thriller im Berlin der Jetztzeit vor.

Pressestimmen

Besprechung vom 01.07.2024

Bodenlose Bösartigkeit
Thriller kann er auch: Marc-Uwe Klings "Views"

Yasira Saad ist dreiundvierzig, Hauptkommissarin im Bundeskriminalamt, Abteilung schwere und organisierte Kriminalität. Sie ist geschieden, alleinziehende Mutter einer sechzehnjährigen Tochter, der zuliebe sie nur noch Veggieburger bestellt. Sie ist ebenso overworked wie underfucked, weshalb sie via Datingportal immer mal wieder Männer aufzugabeln versucht. Meist mit mäßigem Erfolg. Der Roman setzt ein, als Yasira gerade im Hard Rock Café am Ku'damm einen hinlänglich attraktiven Typen namens Stefan trifft, Journalist bei der Onlineausgabe einer Berliner Zeitung und wenigstens "kein Totalausfall wie die letzten beiden".

Da Stefan nicht die Griffel von seinem Handy lassen kann, landet das Anbahnungsgespräch in einer Sackgasse: Er klickt auf ein Video, das ein monströses Verbrechen dokumentiert. Es zeigt, wie die unlängst als vermisst gemeldete sechzehnjährige Lena aus Sachsen-Anhalt von drei Schwarzafrikanern vergewaltigt wird. Ein Riesenerfolg im Netz und ein Vorgeschmack darauf, was alsbald politisch ins Rutschen kommen wird. Tatsächlich fordert umgehend ein Paramilitär namens "Bär", die Afrikaner zu töten. Er ist Mitglied der Bewegung Aktiver Heimatschutz, posiert mit einer Maschinenpistole und wünscht allseits "gute Jagd".

Im BKA wird Yasira als Ermittlungsleiterin erkoren - als "Nicht-Deutsche" scheint sie dem Innenministerium die Idealbesetzung zu sein. Dass Yasiras aus dem Libanon stammenden Eltern einer Sekte angehören, die sich Kommunisten nennt, scheint nicht zu stören. Fackelmärsche, ein Sturm auf den Reichstag, die Stimmung eskaliert erst im Netz, dann auf den Straßen. Aus allen Löchern kriechen Ausländerfeinde. Derweil ermittelt Yasira in Lenas Heimat nahe Halberstadt, aber viel mehr als einen elf Jahre älteren Freund, der neben Cannabis auch mit dem Opiat Fentanyl experimentiert, kommt dabei nicht ans Licht. Dann taucht ein Video auf, in dem ein Rechtsradikaler einen der drei Vergewaltiger hinrichtet.

Marc-Uwe Kling, mit den "Känguru-Chroniken" berühmt geworden, ist seit Längerem auch als Romanautor unterwegs. Nach den Dystopien "Qualityland" (2017) und "Qualityland 2.0" (2020) hat er zuletzt mit seinen Töchtern einen Ausflug ins Fantasy-Genre unternommen ("Der Spurenfinder"). Nun also sein erster Thriller. "Views" steht angesichts der Popularität des Autors ein Bestsellerschicksal bevor.

Eng mit Yasira arbeitet Michael Becker, Mittfünfziger mit Junkfood-Gen, der noch in der DDR aufwuchs und "latent rassistisch" ist, "aber auf eine irgendwie nette Art". Was die Gnade des Wortspiels angeht, kommt Becker seinem Erfinder Kling am nächsten. Mit an Bord sind zwei Katjas, ein Timo und eine Jenny und über allem der cholerische Chef Stefan Gebhardt (noch ein Stefan!), der unter wachsenden Druck aus der Politik gerät und Angst hat, seinen Job zu verlieren.

Ein weiteres Video, in dem ein sich "Rotfuchs" nennender Neonazi einen angeblichen Mitvergewaltiger ermordet, offenbart den Abgrund, in den der Fall führt: Diesmal gibt es tatsächlich eine Leiche, nur dass es sich bei dieser um einen Asylbewerber handelt, der mit der Vergewaltigung nichts zu tun hatte. Staatsbegräbnis, Bundesverdienstkreuz ausnahmsweise postum - Kling lässt kein Ritual des Politikbetriebs aus, um die demokratischen Reaktionsmechanismen vorzuführen. Aber nicht um sie zu diffamieren, sondern um zu zeigen, dass der Rechtsstaat keine anderen hat, solange er Rechtsstaat bleiben will.

Immerhin hat Yasira noch eine instinktive Eingebung, die den Plot ins Zentrum der aktuellen Debatte um KI und die Zukunft der Menschheit führt: Was, wenn das Vergewaltigungsvideo nicht echt, sondern eine Fälschung wäre? Wer kann so etwas herstellen, ohne auf den Bildern verräterische Spuren, sogenannte Glitches, zu hinterlassen?

Man merkt dem konsequent linear konstruierten Roman an, dass sein Autor mit den Konventionen des Genres bestens vertraut ist, diese aber als das begreift, was sie sind - fiktionale Spielformen. Wenn Kling etwas beherrscht, sind es Dialoge, man hat sogar das Gefühl, er musste hie und da sein Erzählrennpferd bremsen, damit es ihm nicht mit zu vielen Pointen durchgeht. Der mit Cliffhangern gespickte Text dreht gegen Ende immer hochtouriger auf ein Finale zu, in dem Yasira ihre Superwillenskraft - doch nein: Lesen Sie selbst! HANNES HINTERMEIER

Marc-Uwe Kling: "Views". Roman.

Ullstein Verlag, Berlin 2024. 272 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

Bewertungen

Durchschnitt
70 Bewertungen
15
62 Bewertungen von LovelyBooks
Übersicht
5 Sterne
47
4 Sterne
16
3 Sterne
6
2 Sterne
1
1 Stern
0

Zur Empfehlungsrangliste
Von smartie11 am 22.07.2024

Ein Thriller, der zu überraschen weiß

Meine Meinung: Mit VIEWS betritt Bestseller-Autor Marc-Uwe Kling ein weiteres neues literarisches Parkett: Thriller. Ob er das wohl genauso gut kann, habe ich mich neugierig gefragt und soviel sei vorweg verraten: Er kann! Der Start mutet noch sehr klassisch an. Ein spurlos verschwundenes Mädchen, ein brutales und verstörendes Video, das im Netz viral geht. Zeitgemäße, aber klassische und solide Thrillerkost bis dato mit einer sympathischen Protagonistin, auch wenn einige Nebencharaktere mitunter doch sehr stereotyp wirken. Als das Video die - erwartbaren - Reaktionen in der Bevölkerung auslöst, erhält der Fall zusätzlichen Schwung und den Thrill, den das Buch braucht. Dazu ist es Kling damit gelungen, einen aktuellen Plot zu präsentieren, den er selbst immer wieder kritisch beleuchtet, was man ja vom Autor gewohnt ist. Auf diese Art weiß dieser Thriller nicht nur zu fesseln, sondern hält unserer heutigen Gesellschaft auch schonungslos einen Spiegel vor. Ja, auch das macht der Autor ja gerne. An manchen Stellen für meinen Geschmack allerdings schon fast zu viel hier wäre weniger mehr gewesen. Doch das eigentliche Herzstück dieses Thrillers ist der Plot-Twist, mit dem Marc-Uwe Kling sicherlich nicht nur mich überrascht hat. Und auch hier wieder: top-aktuell und schonungslos schockierend zugleich. So nimmt diese Geschichte einen Verlauf, der mir beim Lesen stellenweise Gänsehaut beschert hat und mich fragen lässt, in welche Richtung unsere Gesellschaft scheinbar unaufhaltsam driftet. Am sehr abrupten Ende präsentiert uns der Autor leider einen Cliff-Hanger der fiesesten Art und lässt uns dazu noch mit einigen ungeklärten Fragen zurück. Es hat fast den Anschein, als hätte Kling das Buch mitten im Schreiben einfach beendet. Ich werte das mal als Versprechen eines Folgebandes, denn sonst würde ich persönlich das Ende doch als durchaus enttäuschend empfinden. Die Hörbuchproduktion hat mir gut gefallen. Marc-Uwe Kling hat vielleicht keine ganz klassische Erzähler-Stimme, aber dafür kennt er als Autor jeden einzelnen neuralgischen Punkt seiner Geschichte und weiß, diese im Hörbuch perfekt in Szene zu setzen. In Summe ein gelungenes Hörerlebnis. FAZIT: Top-aktuell und schonungslos schockierend zugleich - ein beachtenswertes Thriller-Debut!
Von Karl am 14.07.2024

Genial auch als Krimiautor

Es ist egal, ob er Humor, Dystopie, Kinderbuch oder Krimi schreibt. Marc-Uwe Kling beherrscht jedes Genre und schafft es dabei immer seinen charakteristischen, unterhaltsamen und zugleich gesellschaftskritischen Stil einzubringen. Das gefällt mir auch in diesem ersten Krimi von ihm sehr, sehr gut. Die Geschichte ist spannend und überraschend. Wie immer bei dem Autor, mag ich vor allem die Figuren und den Erzählstil super gerne. Beides macht das Buch nicht nur unterhaltsam, sondern gibt im auch Tiefe. Ich bin deswegen mal wieder begeistert von dem Autor und seinem Werk. Nur das Ende ist ein kleiner Dämpfer. Es geht plötzlich sehr schnell und schließlich wird der Fall nur andeutungsweise aufgeklärt. Das hat mich dann doch etwas perplex zurückgelassen. Aber auch die leise Hoffnung auf eine Fortsetzung geweckt. Ich würde sie auf jeden Fall wieder sehr gerne lesen.