Ich fand das Hörbuch Solange ein Streichholz brennt von Christian Huber insgesamt ziemlich eindrucksvoll. Die Geschichte hat mich vor allem wegen der beiden sehr unterschiedlichen Hauptfiguren gepackt auf der einen Seite Bohm, der obdachlos ist, und auf der anderen Seite Alina, die als Journalistin aus einer ganz anderen Welt kommt. Gerade diese Gegensätze machen die Entwicklung zwischen ihnen spannend und auch stellenweise echt berührend. Themen wie Schuld, soziale Ungleichheit und Hoffnung kommen dabei ziemlich direkt rüber, ohne dabei übertrieben zu wirken.
Auch die Umsetzung als Hörbuch hat mir gut gefallen. Robert Stadlober spricht Bohm eher ruhig und rau, was super zur Figur passt, während Maria Wördemann Alina sehr klar, aber auch verletzlich wirken lässt. Der Wechsel zwischen den beiden Stimmen hat das Ganze für mich noch lebendiger gemacht und dafür gesorgt, dass ich gut in der Geschichte drinbleiben konnte.
Insgesamt würde ich sagen, dass das Hörbuch eine wirklich dichte und emotionale Geschichte erzählt, die bei mir noch eine Weile nachgewirkt hat.