Drei Jahre nach einem schmerzhaften Verrat kehrt Mira zurück nach Brooklyn. Noch immer sitzt die Enttäuschung tief, denn ihre große Liebe hat sie einst für ihre eigene Schwester verlassen. Während sie versucht, ihr Leben neu zu ordnen, eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten; beruflich wie privat. Doch als ein familiärer Schicksalsschlag alles verändert, wird sie mit der Vergangenheit konfrontiert und muss sich fragen, ob Vergebung möglich ist.
Was mich an dieser Geschichte besonders angesprochen hat, war die Beziehung zwischen den beiden Schwestern. Trotz aller Verletzungen und des tiefen Bruchs war jederzeit spürbar, wie eng sie einmal miteinander verbunden waren. Ich habe mit beiden gelitten, mich über sie geärgert, mit ihnen gehofft und auch immer wieder geschmunzelt. Keine der Figuren wirkte eindimensional, was die emotionalen Konflikte umso glaubwürdiger machte. Auch die Themen haben mir gut gefallen. Es geht nicht nur um Liebe, sondern ebenso um Familie, Loyalität, Schuldgefühle und die Frage, ob man einen Menschen trotz allem wieder in sein Herz lassen kann. Die Geschichte nimmt sich Zeit für diese Entwicklungen, manchmal etwas mehr Zeit, als nötig gewesen wäre. Gerade im Mittelteil gab es Passagen, die sich für mich etwas gezogen haben. Gleichzeitig haben einige ausführlicher erzählte Szenen dazu beigetragen, die Gefühle und Beweggründe der Figuren besser nachzuvollziehen.
Das Hörbuch wurde von einer angenehmen Sprecherin getragen, die die unterschiedlichen Stimmungen überzeugend eingefangen hat. Dadurch fiel es leicht, in die Geschichte einzutauchen und eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Eine emotionale Geschichte mit viel Herz, starken Familienbanden und Figuren, die noch eine Weile im Kopf bleiben.