Suki wächst bei ihrer Großmutter auf und bewegt sich durch eine Welt, in der Nähe und Distanz oft eng beieinanderliegen. Das Hörbuch trägt viel zur Atmosphäre bei, denn die Sprecherin hat eine warme Stimme, die die leisen Gefühle der Geschichte gut einfängt. Man begleitet ein junges Mädchen, das sich zwischen Familie, Schule und eigenen Unsicherheiten behaupten muss, und spürt dabei immer wieder diese stille Melancholie, die sie umgibt.
In der Schule bleibt Suki eher für sich, bis ein unerwarteter Moment sie mit ihrer Lehrerin Anna in Kontakt bringt. Zwischen beiden entsteht eine vorsichtige Verbindung, die nicht klar benannt wird und gerade deshalb neugierig macht. Anna wirkt wie jemand, der selbst viel mit sich trägt, und Suki fühlt sich ihr auf eine Weise nah, die sie nicht sofort versteht.
Der Roman erzählt gefühlvoll von zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Lebenswegen kommen und trotzdem etwas in der anderen erkennen, das Halt geben kann. Es ist eine leise, sensible Geschichte über Einsamkeit, Vertrauen und das vorsichtige Zulassen von Nähe, ohne dabei vorwegzunehmen, wohin diese Beziehung führt.