Ein wirklich tolle Idee! Win spannender Auftakt.
Klappentext:An dieser Akademie endet die erste große Liebe tödlich.Noch heute liegt auf den Familien von Romeo Montague und Julia Capulet ein Fluch: Alle siebzehn Jahre muss sich ein Liebespaar aus ihren beiden Häusern opfern. Joy ahnt von ihrem gefährlichen Erbe nichts, bis sie an eine Akademie entführt wird. Als Capulet darf sie sich auf keinen Fall in einen Montague verlieben, doch die Fürsten beider Häuser lassen ihr Herz höherschlagen. Auf dem Ball, auf dem das tragische Liebespaar ausgewählt wird, bringen Joys Gefühle nicht nur sie selbst in Gefahr ...Band 1 der herzzerreißend romantischen Fantasy-Trilogie von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Sabine Schoder Meine Meinung:Was für eine originelle Idee. Und ganz ehrlich, ein besseres Buch hätte ich mir vor meiner Reise nach Verona kaum aussuchen können. Der erste Teil der "The Romeo & Juliet Society" - Rosenfluch von Sabine Schoder verbindet das berühmte Drama Romeo und Julia mit einer völlig neuen und magischen Idee.Die Geschichte spielt an einer Academy, in der die Nachfahren der Capulets und Montagues leben. Über ihnen liegt ein tragischer Fluch, der alle 17 Jahre ein Liebespaar fordert. Zwei Menschen aus verfeindeten Häusern, die sich lieben und genau deshalb sterben müssen. Allein dieses Konzept hat mich sofort gepackt.Unsere Protagonistin Joy war mir von der ersten Seite an sympathisch. Ihre humorvolle, sarkastische Art hat es mir direkt angetan. Gleichzeitig bringt sie eine unglaubliche Stärke mit, aber auch Zweifel und Unsicherheiten, die sie total greifbar machen. Man wird zusammen mit ihr in diese fremde Welt geworfen und entdeckt alles Schritt für Schritt, was den Einstieg super leicht macht.Der Schreibstil von Sabine Schoder ist detailverliebt, bildhaft und gleichzeitig unglaublich angenehm zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Dazu kommt eine gute Prise Humor, die die düstere Grundstimmung immer wieder auflockert.Rhyme mochte ich richtig gerne. Mit seinen hellen Haaren und den eisblauen Augen hatte ich sofort ein klares Bild von ihm im Kopf. Er wirkt vielschichtig und bringt genau die richtige Mischung aus Geheimnis und Emotion mit. Cut hingegen blieb für mich etwas blass. Ich konnte ihn nicht ganz greifen und selbst nach dem Lesen habe ich das Gefühl, ihn immer noch nicht wirklich zu kennen.Die Nebencharaktere fand ich spannend, vor allem durch ihre besonderen Namen wie Drapes, Poetry oder Tear, die direkt etwas über ihre Persönlichkeit verraten. Das hat es leichter gemacht, sie auseinanderzuhalten, auch wenn ich bei Poetry erst später ganz durchgeblickt habe.Was mich positiv überrascht hat, war die Umsetzung des Liebesdreiecks. Ich war ehrlich gesagt skeptisch, aber die Entwicklung ging in eine Richtung, die mir deutlich besser gefallen hat als erwartet. Die Dynamik zwischen Joy, Rhyme und Cut ist komplex und bringt zusätzliche Spannung in die Geschichte.Auch die Welt selbst hat mir richtig gut gefallen. Die Academy ist komplett von der Außenwelt abgeschottet und wirkt wie ein eigener Mikrokosmos. Besonders interessant fand ich die Rolle der Tiere und die magischen Fähigkeiten, die der Geschichte noch eine zusätzliche Ebene geben.Das Setting in Verona ist einfach perfekt gewählt. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir alles lebendig vorstellen.Fazit:Insgesamt ein fesselnder Auftakt mit einer starken Protagonistin, einer originellen Idee und einer düsteren, magischen Atmosphäre. Kleine Schwächen bei einzelnen Figuren haben mein Leseerlebnis kaum getrübt und ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht.