Actionreich, aber teils vorhersehbar. Gute Unterhaltung mit Schwächen ¿ 3 von 5 Sternen.
Mit Last Line of Defense - Der Angriff startet Andreas Gruber eine neue Jugend-Agentenreihe rund um den jungen Protagonisten Jayden D. Knoxville. Die Idee klingt vielversprechend: Eine geheime Einheit jugendlicher Agenten, so geheim, dass selbst der MI6 nichts von ihrer Existenz weiß - die letzte Verteidigungslinie, wenn alle anderen versagen.Jaydens erster Einsatz führt ihn nach Buenos Aires in die britische Botschaft. Eigentlich soll er dort nur in der Postabteilung interne Abläufe beobachten - ein unspektakulärer Undercover-Auftrag. Doch als die investigative Journalistin Sofia González unter Beschuss auf das Botschaftsgelände flüchtet und um Asyl bittet, kippt die Situation abrupt.Sofia hat brisante Daten aus einem High-Tech-Konzern entwendet und wird von bewaffneten Verfolgern gejagt. Kurz darauf wird die Botschaft angegriffen - aus Beobachtung wird Überlebenskampf. Jayden muss improvisieren, kämpfen und fliehen.Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt:<ul data-end="1486" data-start="1354"><li data-end="1412" data-start="1354">Gegenwart: die dramatischen Ereignisse in Buenos Aires<li data-end="1486" data-start="1413">Rückblenden: Jaydens Ausbildung und sein Weg zur "Last Line of Defense"Was gut funktioniertDie Buenos-Aires-Handlung ist klar die Stärke des Romans. Die Szenen sind rasant, bildhaft und actionreich. KritikpunkteTrotz des starken Einstiegs konnte mich das Buch nicht durchgehend überzeugen.Die Rückblenden zur Ausbildung wirkten auf mich teilweise klischeehaft und vorhersehbar. Vieles folgt bekannten Mustern des "geheimen Elite-Trainings", ohne diese wirklich neu oder überraschend zu interpretieren. An einigen Stellen war mir die Dramaturgie zu konstruiert - ich habe tatsächlich ein Kapitel übersprungen, weil die Entwicklung sehr absehbar erschien.FazitLast Line of Defense - Der Angriff ist ein solides, actionreiches Jugendbuch mit starkem Auftakt und einer spannenden Hauptstory in Buenos Aires. Die Idee trägt, das Tempo stimmt, die Zielgruppe dürfte gut unterhalten werden.Für mich persönlich bleiben jedoch zu viele Elemente der Ausbildung vorhersehbar und klischeehaft, um überdurchschnittlich zu überzeugen.