Die Forstsetzung von "Über Carl reden wir morgen". Etwas langatmiger als der erste Teil, dennoch eine Leseempfehlung
"Nur nachts ist es hell" ist die Fortsetzung des Romans von Judith W. Taschler "Über Carl reden wir morgen".Dieser zweite Teil wird aus der Sicht von Elisabeth, der einzigen Brugger Tochter, erzählt. Sie schreibt ihre und die Geschichte ihrer Familie für ihre Großnichte auf. Nach Ende des Ersten Weltkrieges heiratet Elisabeth den Freund ihres gefallenen Bruders und beginnt Medizin zu studieren. Später arbeitet sie mit ihrem Mann Georg in der gemeinsamen Arztpraxis. Elisabeth spannt noch einmal den Bogen von der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg bis in die 1950er Jahre. Eine herausfordernde Zeit, welche die Familie Brugger durch Zusammenhalt, Durchhaltevermögen und Hoffnung meistert."Über Carl reden wir morgen" hat mich sehr begeistert, daher stand die Fortsetzung schon lange auf meiner Leseliste. Carl, der die Identität seines Zwillingsbruders Eugen angenommen hat, um so der weiteren Strafverfolgung aufgrund seiner Desertation zu entkommen, übernimmt die Mühle. Der wahre Eugen kehrt zurück in die USA. Elisabeth schreibt über ihr Leben, aber auch über das ihrer Brüder. Es ist ein spannendes Familienportrait in Zeiten, die einem großem Wandel unterliegen. Nicht alle Träume und Hoffnungen erfüllen sich.Dieser Roman zeigt, dass das Leben gelebt werden will, trotz Weltkrisen und Unsicherheiten. Und das es wichtig ist, die kleinen und schönen Momente zu sehen und sich diese zu bewahren.Auch wenn die Fortsetzung teils etwas zu langatmig ist, hat sie mich in ihren Bann gezogen. Ich empfehle beide Romane zu lesen, weil ansonsten zu viele Informationen fehlen.