Begin Again ist für mich so ein Buch, bei dem ich während des Lesens ziemlich schnell verstanden habe, warum es so viele Leser lieben. Es hat dieses typische New-Adult-Feeling, das einen einfach in die Geschichte hineinzieht, und gleichzeitig eine Atmosphäre, in der man sich richtig wohlfühlen kann.Was mir besonders gut gefallen hat, war die Dynamik zwischen Allie und Kaden. Die beiden haben eine richtig gute Chemie und gerade ihre Gespräche und kleinen Wortgefechte haben mir unglaublich viel Spaß gemacht. Dieses gegenseitige Herausfordern, die Spannung zwischen ihnen und das langsame Annähern haben für mich sehr gut funktioniert. Besonders Kaden fand ich interessant, weil er auf den ersten Blick ziemlich unnahbar und selbstbewusst wirkt, aber im Laufe der Geschichte immer mehr Facetten von sich zeigt. Genau diese Entwicklung mochte ich sehr.Auch Allie hat mir als Protagonistin gut gefallen. Ich mochte, dass sie nicht einfach nur über ihre Liebesgeschichte definiert wird, sondern selbst mit ihrer Vergangenheit und ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat. Ihre Entwicklung war für mich einer der stärkeren Punkte der Geschichte.Was Begin Again für mich aber wirklich besonders macht, sind gar nicht nur die beiden Hauptcharaktere, sondern die gesamte Atmosphäre. Die Freundschaften, die WG, das Studentenleben und dieses Gefühl, mit den Charakteren gemeinsam einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, haben mir richtig gut gefallen. Es entsteht dadurch eine Art Wohlfühlgefühl, obwohl die Geschichte natürlich auch ernstere und emotionalere Themen beinhaltet.Mona Kastens Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich angenehm und flüssig lesen, ohne dass es sich oberflächlich anfühlt. Ich mochte besonders, wie die emotionaleren Momente eingebaut wurden und dass man immer wieder hinter die Fassaden der Charaktere schauen konnte.Einige Entwicklungen waren mir stellenweise etwas vorhersehbar und manches hätte für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe vertragen können. Gerade bei bestimmten Konflikten hätte ich mir gewünscht, dass sie emotional noch stärker ausgearbeitet werden. Dadurch gab es für mich ein paar Momente, bei denen ich nicht ganz so stark mitgefühlt habe, wie ich es mir gewünscht hätte.