Überraschenderweise steht auch in Band 2 eine Enkelin-Grossmutter-Beziehung im Vordergrund.
Der kleine Strickladen, Band 2: Chloe liebt das Leben in Callwell am Loch Lomond. Sie hat einen kleinen Kräuterladen und arbeitet tageweise als Psychologin in Glasgow. Dort lebt auch ihr Freund Scott, der als Arzt im Krankenhaus arbeitet. Sie will nicht nach Glasgow, er kann nicht nach Callwell ziehen. Eine Fernbeziehung macht auf Dauer nicht glücklich. Als ihre Grossmutter sie anruft und informiert, dass ihr Grossvater im Sterben liegt, eilt sie sofort an deren Seite. Scott hat Verständnis, dass sie eine Weile bei ihrer Grossmutter bleiben will...Erster Eindruck: Auf dem Cover ist Tea Time - das gefällt mir.Dies ist Band 2 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden (es ist jedoch schöner, die Protagonisten von Anfang an zu begleiten).Gwendolyn und Padrig hatten in den letzten Jahren immer nur sporadisch mit ihrer Enkelin Chloe Kontakt. Die Beziehung war nicht so herzlich, wie sie hätte sein sollen, und Gwendolyn widerstrebt es zutiefst, Chloe zu bitten, herzukommen. Aber aus Liebe zu ihrem Mann Padrig, der sich einen letzten Besuch von Chloe gewünscht hat, springt sie über ihren Schatten. Chloe weiss sofort, dass etwas nicht in Ordnung ist, als ihre Grossmutter sie ausser der Reihe anruft. Dass ihr Opa im Sterben liegt, schmerzt sie sehr, denn ihr wird jetzt bewusst, wie viel Zeit sie doch vergeudet hatten. Gwendolyn merkt, dass ihr die Anwesenheit von Chloe guttut und sie ist ihrem Mann nachträglich dankbar, dass er um Chloes Besuch gebeten hat. Chloe liebt ihre Heimat und sie liebt Scott. Er liebt sie, aber auch seinen Job als Mediziner. Doch sie sehen sich einfach zu unregelmässig, haben zu wenig gemeinsame Zeit. Oftmals muss er Extraschichten übernehmen und ist total erschöpft. So kann es nicht auf Dauer weitergehen, nicht, wenn sie eine Familie gründen möchten...In Band 1 war das Hauptthema die Enkelin-Grossmutter-Beziehung, damals Maighread und ihre Grossmutter Elisabeth. Ich war überrascht, dass es auch in Band 2 um eine solche Beziehung geht, dieses Mal Chloe und deren Grossmutter Gwendolyn - das fand ich suboptimal gelöst. Was mir an Band 2 sehr gut gefallen hat, war die Freundschaft der Damen Eilidh, Elisabeth und Gwendolyn. Des Weiteren war die Problematik der Fernbeziehung von Scott und Chloe gut thematisiert. Und auch das Thema Stricken in all seinen Varianten wurde wieder gut übermittelt. Von mir gibt es 3 Sterne.