Kristin Hannah schafft es eigentlich immer wieder, mich mit ihrem wundervollen Schreibstil zu fesseln. Auch dieses Mal bin ich nur so durch die Seiten geflogen und das ist leider der einzige Grund, warum ich das Buch überhaupt beendet habe.Ich bin ehrlich traurig, dass ich das über ein Buch von Kristin Hannah schreiben muss. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich voller Vorfreude und war mir sicher, dass mich wieder eine emotionale Geschichte erwartet. Als Mikaela nach einem Sturz vom Pferd ins Koma fällt, war ich gespannt, wohin die Geschichte führen würde. Doch was danach daraus gemacht wurde, hat mich einfach nur fassungslos zurückgelassen. Die Handlung wurde für mich immer unrealistischer und ich konnte viele Entscheidungen und Entwicklungen überhaupt nicht nachvollziehen. Auch das Verhalten einiger Figuren wirkte auf mich oft kindisch und überzogen. Immer wieder gab es Szenen, in denen ich nur den Kopf schütteln konnte und mich gefragt habe, wie das ernst gemeint sein soll.Am schlimmsten war jedoch das Gefühl, das mich das gesamte Buch über begleitet hat: Es fühlte sich an, als würde ich eine unfertige Geschichte lesen, die nie richtig überarbeitet wurde. Dabei hätte die Grundidee so unglaublich viel Potenzial gehabt. Genau das macht diese Enttäuschung für mich noch größer.Wäre Der Junge von Angel Falls nicht von Kristin Hannah gewesen, hätte ich das Buch ohne zu zögern abgebrochen. Umso trauriger ist es, weil ich ihre Bücher normalerweise liebe und sie für mich zu den besten Autorinnen überhaupt gehört. Doch dieses Buch war für mich leider nichts weiter als verschwendete Lesezeit.