Abbruch nach ca. 200 Seiten. Der Stil ist schön bildhaft, aber die Geschichte und die Charaktere waren einfach nicht meins.
Nach einigen Rückschlägen in ihrem Leben braucht die Eventmanagerin Hattie neue Inspiration und will in Frankreich auf einem Weingut die Hochzeit ihrer Cousine organisieren. Aber schon von ersten Moment an stellen sich ihr Schwierigkeiten in den Weg, mit denen sie nicht gerechnet hätte. So leicht gibt sie nicht auf, auch wenn Luc, der Sohn der Winzerfamilie, eine ziemliche Anziehung auf sie auswirkt.Meine Meinung:Eigentlich breche ich Bücher nicht ab, weil sie mich meistens dann doch begeistern können oder mich zumindest gut unterhalten und ich möchte immer eine faire Chance geben, aber manchmal geht es einfach nicht anders. So auch bei "Das kleine Weingut in Frankreich" von Julie Caplan, auf deren Reihe ich schon länger sehr gespannt war. Den zehnten Teil habe ich geschenkt bekommen und da die Bücher wohl unabhängig voneinander lesbar sein sollen, wollte ich sie mal probieren. Der Klappentext machte mich sehr neugierig auf das Geschehen und er versprach eine absolut Wohlfühllekture. Der bildhafte Schreibstil ließ Frankreich und das Gut vor meinem inneren Augen lebendig werden und machte durchaus Freude, aber ich bin einfach nie mit den Figuren oder dem Geschehen warm geworden und brauchte für knapp 200 Seiten beinahe zwei Wochen, sodass ich es dann schließlich abbrach.Zu Anfang lernte man die Hauptfigur Hattie kennen, die nach Rückschlägen ihr altes Leben hinter sich gelassen hat und neu beginnen will. Sie möchte nun auf einem Weingut in Frankreich die Hochzeit ihrer Cousine Gabriella organisieren und freut sich bereits darauf. Aber schon von vom ersten Moment an wartet ein Problem nach dem nächsten auf sie und fordert ihr Können heraus. Eigentlich bot das Setting viele interessante Möglichkeiten, aber ich schaffte es nie wirklich, in die Geschichte reinzukommen oder mit den Figuren warm zu werden. Es zog sich für mich ziemlich und meistens schaffte ich nur recht wenig zu lesen, weil es mir keinen Spaß machte. Zwar hieß es auch von der Autorin, dass man die Bände unabhängig voneinander lesen und quereinsteigen könne, aber ich hatte das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlte und ich fand einfach keinen Draht zu Hattie und Luc, die durchaus eine gewisse Chemie besaßen, aber bei denen mich einiges störte.So wurde permanent die Attraktivität von Luc erwähnt, vor allem seine Bauchmuskeln waren wohl der Wahnsinn, oder wie sehr er sich von ihr angezogen fühlte. Das stört mich eingentlich nicht, aber hier wurde es alle paar Seiten beschrieben und frustrierte mich dann auch, weil ansonsten kaum etwas geschah. In den guten 200 Seiten, die ich las, passierte relativ wenig und die Handlung kam kaum voran, außer, dass eine unnötige Dreiecksbeziehung angedeutet wurde und mich schlussendlich dazu bewegte, das Buch abzubrechen. Und dabei gab es so viele interessante Ideen wie die mit der Doppelbelegung oder den Plänen von Luc für das Weingut, die ich schon gerne weiterverfolgt hätte, aber es langweilte mich einfach.Den Schreibstil fand ich in gewissen Zügen schön, weil er sehr bildhaft war und ich gedanklich wunderbar nach Frankreich reisen durfte. Ich konnte es mir richtig gut vorstellen und fand es toll, wie gerade die die Umgebung, das Weingut oder auch einzelne Räume beschrieben wurden. Dennoch muss ich auch sagen, dass es eine Schwäche war, weil permanent die jeweilige Attraktivität der beiden Hauptfiguren erwähnt wurde und das störte mich nach recht schnell.Fazit:Ich wollte das Buch wirklich mögen, weil gerade die Beschreibungen des Weinguts und der Umgebung ein Traum waren, aber es konnte mich einfach nicht fesseln. Weder mit den Figuren, noch der Handlung oder den Wendungen wurde ich warm. Es gab interessante Momente, aber nach gut 200 Seiten war für mich Schluss, da ich mich dann eigentlich nur noch durchquälte und darin keinen Sinn sah. Für mich ist diese Reihe einfach nichts und ich werde sie nicht weiterverfolgen. 2 von 5 Sterne