Zäher Start, aber traumhaftes Finale: Dank Paris-Flair und süßen Leckereien lohnt sich das Durchhalten. Am Ende überraschend emotional!
In "Die kleine Patisserie in Paris" tauchen wir ein in die malerischen Gassen der französischen Hauptstadt, wo die Protagonistin inmitten von Puderzucker und Teigrollen versucht, nicht nur die Kunst des Backens zu meistern, sondern auch ihren eigenen Platz im Leben zu finden. Was als charmante, kulinarische Erzählung beginnt, entwickelt sich zu einer Reise der Selbstfindung. Dabei hatten das Buch und ich zunächst einen wirklich holprigen Start. Zu Beginn empfand ich die Story als ziemlich zäh und die Dialoge zogen sich für mich so sehr, dass ich mehr als einmal kurz davor war, das Buch einfach zuzuklappen. Dass ich es dennoch zu Ende gelesen habe, lag vor allem an meiner Liebe zu Paris. Da es meine absolute Lieblingsstadt ist, wollte ich der Geschichte unbedingt eine Chance geben - und ich bin im Nachhinein sehr froh darüber.Besonders gut gefallen haben mir die bildhaften Beschreibungen der Stadt und der Patisserie-Handwerkskunst; man bekommt beim Lesen direkt Fernweh und großen Appetit auf süße Törtchen. Während mir die Charaktere anfangs noch etwas distanziert erschienen, hat mich die Handlung im letzten Drittel dann doch noch richtig gepackt. Es wurde plötzlich emotional und viel tiefgründiger, als ich es nach dem zähen Einstieg erwartet hätte. Die Motive der Figuren wurden greifbar und ihre Entwicklung hat mich berührt. Ich empfehle dieses Buch allen Paris-Fans und Naschkatzen, die bereit sind, für ein emotionales Finale einen etwas längeren Atem zu beweisen. Es lohnt sich!