"Die Frauen von Faraday House" von B.R. Myers hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Besonders die dichte und oft fast beklemmende Atmosphäre rund um das abgelegene Herrenhaus am Meer, die sich mehr und mehr aufbaut, sobald Emeline dort angekommen ist und das raue, neblige Setting im Kanada um 1816 haben mich total begeistert! Man spürt förmlich die Kälte, die Einsamkeit und Abgeschiedenheit der Insel und das unterschwellige Unheil, das über Faraday House liegt. Die Geschichte lebt für mich persönlich vor allem auch von ihren spannenden Wendungen, denn immer wieder gibt es unerwartete Twists, die die Handlung in neue Richtungen lenken und dafür sorgten, dass ich manchmal nicht wusste wer ist Freund und wer ist Feind. Gerade das langsame Aufdecken der Geheimnisse rund um Captain Graves und seine Ehefrauen hat für mich persönlich für eine konstante Spannung gesorgt. Emeline als Protagonistin fand ich anfangs sehr naiv, was aber gut zu ihrer Ausgangssituation passt. Umso mehr hat mir ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte gefallen, denn sie gewinnt zunehmend an Stärke und auch Selbstbewusstsein, was ihre Figur deutlich interessanter macht und gerade am Ende sehr schön war zu sehen, was aus ihr geworden ist.Mein Fazit: Insgesamt ist "Die Frauen von Faraday House" von B.R. Myers für mich ein atmosphärischer, spannender Roman mit einer sehr gelungenen Mischung aus historischem Setting, Mystery und Spannung. Was man vielleicht noch wissen sollte, die Geschichte ist nicht aktionreich, sondern eher langsam erzählt, aber nicht weniger spannend!