Ein ehrgeiziger Koch setzt als Vater neue Prioritäten und findet sein Glück abseits der Sterneküche.
INHALTFünf Jahre nach einer Affäre mit seiner Kollegin Cate erfährt Archer, dass diese bei einem Autounfall verstorben und er Vater eines Mädchens namens Olive ist. Kurzentschlossen pausiert er seine Karriere als Starkoch in Paris, um sich in Dream Harbour um Olive zu kümmern und die Sorgerechtsthemen zu klären. In dem verschlafenen Nest fühlt er sich alles andere als wohl, bekommt aber Unterstützung durch die chaotische Iris, die es als Nanny schafft, Olive aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Und neben den erwachenden Freunden des Vaterseins findet Archer auch Gefallen am ruhigeren Leben abseits von Restaurantküchen - und auch an Iris.MEINUNGNachdem die ersten drei Teile der Dream Harbour-Reihe bei mir teils gemischte Gefühle ausgelöst haben, hat mich "Hold me in Summer" tatsächlich richtig gut unterhalten. Besonders Archers Entwicklung vom ehrgeizigen Spitzenkoch, der auf einen Michelin-Stern aus ist, hin zu einem Koch in einem Diner, der sowohl das beschauliche Leben am Land genießt als auch die Liebe zu seiner Überraschungstochter entdeckt, fand ich zauberhaft und durchaus glaubwürdig. Laurie Gilmore beschreibt auch das Verhalten und die unfreiwillige Komik einer Fünfjährigen absolut treffend und gibt der Chemie zwischen den Protagonisten den nötigen Pfiff. Und natürlich ist Dream Harbour mit seinen schrulligen, neugierigen und eigenwilligen Einwohnern als Setting für den Liebesroman wieder absolut charmant. Meine einzigen Kritikpunkte sind, dass der finale Gamechanger schon sehr plakativ ist und sich die Bekundungen, warum eine Beziehung zwischen Archer und Iris eine schlechte Idee ist, wirklich in Dauerschleife wiederholt werden.FAZITÄußerst charmante Geschichte über einen Single Dad, der seine Lebenspläne umkrempelt, um für seine Tochter zu sorgen.