Eine geheimnisvolle Schatzsuche hält die kleine Grafschaft in Atem!
Ich habe mich sehr gefreut, dass zu Karen Finchs neuer Krimireihe dieses Jahr der zweite Band Wenn stille Wasser tödlich sind erschienen ist. Schon das Cover finde ich äußerst gelungen ein richtiger Blickfang.
Die junge Dorfpolizistin Helen Franklin gerät in einen neuen Kriminalfall, der sie auch persönlich bewegt. Ihr alter Schulfreund Charlie Hobbs verabredet sich mit ihr, doch als es soweit ist, taucht er nicht auf.
Helen hat allerdings keine Zeit, sich darüber zu ärgern, denn am Ufer des Sees wird eine Leiche angespült. Nach dem ersten Schrecken stellt sie erleichtert fest, dass es nicht Charlie ist. Doch ihr Schulfreund ist verschwunden beziehungsweise scheint ständig auf der Flucht vor ihr zu sein.
Hat sein Auftauchen im Ort etwas mit dem angeblichen Schatz im See zu tun, von dem plötzlich alle reden? Immerhin hat Charlie eine Taucherausrüstung.
Natürlich muss auch dieses Mal wieder ihr gehasster Expartner Ben Baxter nach Humbleham kommen, um die Ermittlungen zu leiten. Für ihn steht fest, dass nur Charlie der Mörder des ertrunkenen Tauchers sein kann.
Wie schon im letzten Roman ist auch dieses Mal das beschauliche Dörfchen die perfekte Kulisse. Gerüchte, Intrigen und viel zu neugierige Menschen erschweren die Suche nach dem Mörder und bringen alles durcheinander. Ich musste oft schmunzeln beim Lesen, denn ich bin auch Dorfkind und weiß, dass einmal in Umlauf gebrachte Gerüchte nur schwer zu widerlegen sind. Und alle meinen es doch nur gut!
Karen Finchs Schreibstil gibt genau diese Stimmung wieder. Sie schreibt humorvoll, klar und lebhaft. Die Figuren werden schnell dreidimensional, der Spannungsbogen ist für mich genau richtig.
Vielen Dank an die Autorin Karen Finch und den Harper Collins Verlag für das Rezensionsexemplar!