Eine Geschichte zum Mitfiebern und Mitfühlen mit den drei tollen Frauen. Spannend und emotional.
Nach der ersten historischen Trilogie "Gut Friesenhain" (damals noch unter dem Pseudonym Lotte Grünewald), die mich begeistert hat, war es selbstverständlich, dass ich mich auch ins Honigstal begeben würde.Ganz im Gegensatz zu unserer heutigen modernen Welt, in der Stress, Hektik, Technik und der ganze Internetkram so dominant sind, tut es mir gut, in die Zeit um 1910 abzutauchen. Es werden Briefe ausgetauscht, Standesunterschiede gewahrt, es wird sich an die Etikette gehalten und noch mit Kutschen gefahren. Ehebruch und andere ähnliche Vergehen wurden geächtet. Auch wenn damals von Gleichberechtigung bei uns noch fast keine Rede war, gefällt mir diese "einfache" Welt sehr gut.Zudem erkämpfen sich die drei Protagonistinnen ihre Rechte und Freiheiten selbst. Alle Frauen entwickeln sich schon im ersten Teil persönlich weiter, jede trägt aber auch Geheimnisse mit sich. Die Mischung aus der spannenden Geschichte (Wie wird es mit der Konditorei Honig weitergehen und welches Ende ist für jede der drei vorherbestimmt?) und dem leichten Bauchkribbeln, das ich in mir trage, wenn ich die sich anbahnenden Liebesgeschichten lese, macht das Buch zu einem gänzlich gelungenen Roman. Auch die Nebenfiguren sind wunderbar und authentisch beschrieben, ich bin ganz entzückt von Minna, Eugen und Hertha.Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung. Absolute Leseempfehlung.