Brutal, düster, teilweise völlig verrückt und stellenweise so abgefahren, dass ich wirklich zweimal lesen musste. ¿¿¿
Ich sag's euch, bei diesem Buch hatte ich zwischendurch wirklich Fragezeichen über dem Kopf. ¿¿¿Ich saß da und dachte einfach nur: Was zur Hölle passiert hier gerade?¿¿Am meisten hatte mich aber ganz klar die Geschichte um den Wolfsmenschen. Düster, brutal und stellenweise so schräg, dass ich einzelne Absätze tatsächlich zweimal gelesen habe. Mein Gehirn brauchte tatsächlich erst einmal eine kleine Denkpause, um überhaupt zu verarbeiten, was ich da gerade gelesen hatte. ¿¿¿Genau dieser Teil war für mich mit Abstand der stärkste. Dafür hätte ich allein schon fünf Sterne gegeben.Dann läuft parallel noch die Geschichte rund um Bandenkriminalität, Mafia und Machtkämpfe. Auch spannend, keine Frage. Nur sind solche Themen einfach weniger meins. Zwischendurch hatte ich deshalb tatsächlich das Gefühl, zwei unterschiedliche Thriller gleichzeitig zu lesen. Auf der einen Seite diese wilde Wolfsgeschichte und auf der anderen Seite Mafia, Clans und Frankfurter Unterwelt. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie diese beiden Geschichten am Ende überhaupt zusammenfinden sollen.Und ja, sie finden zusammen. Trotzdem blieb dieses leichte Gefühl von zwei getrennten Welten bei mir bestehen. Das war eigentlich mein einziger wirklicher Kritikpunkt.Chris Dominik schreibt außerdem wahnsinnig flüssig. Kurze Kapitel, viel Bewegung und immer dieses Gefühl, dass hinter der nächsten Seite schon wieder irgendetwas wartet.Wer harte Thriller, düstere Schauplätze und Geschichten liebt, bei denen es ruhig auch mal ordentlich blutig werden darf, sollte Narbensommer lesen!