Ach Mensch ich liebe Geschichten aus den 90er Jahren weil es für mich einfach immer wieder nostalgisch ist. Man erinnert sich an seine Kindheit und Jugend und was man da alles so gemacht hat. Und genau dieses Gefühl vermittelt auch dieser Auftakt der neuen Reihe von Ayla Dade. Ich liebe die Atmosphäre in diesem Buch so sehr, Ayla hat die 90er perfekt getroffen. Es gibt noch Videotheken und Rollschuhfahrende Bedienungen im Stammlokal. Wir haben Furbys, Tamagotchis, Disketten und alles was das 90er Herz begehrt. Man fühlt sich einfach pudelwohl und zurück versetzt in eine Zeit, die man sich heutzutage kaum noch vorstellen kann. Abseits von Handys und der Sozialen Welt sondern stets den Fokus auf Freundschaft, Sonne und Strand. Und als wäre das ganze nicht genug, holt sie uns noch mehr ab mit ihren Musiktiteln, sei es Erwähnungen oder auch Teile der Kapitelüberschriften. Ich liebs einfach. Die Autorin hat die Eigenschaft immer das düsterste aus den Charakteren heraus zu holen und so ist es natürlich hier auch der Fall. Ophelia und Maddox sind von außen eigentlich völlig unterschiedlich aber haben beide ein tiefes Trauma, was den Roman doch eher aus dem jugendlichen Genre raus holt und manchmal in die absolute Finsternis katapultiert. Ich fand's manchmal echt hart, all das zu lesen und doch hat mich genau das an das Buch fesseln lassen. Wir haben hier tiefen Schmerz aber auch viel Hoffnung, wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Lest aber hier unbedingt die Triggerwarnung, denn es sind teilweise echt krasse Themen wie psychische Belastungen, Selbstmord, Drogenkonsum, sexuelle und psychische Gewalt, Ängste und Traumata. Ein Fokus der Geschichte ist Freundschaft und Familie, wir haben hier viel Liebe, Chaos und ganz viel Humor, was die Leichtigkeit in die Geschichte bringt und den Wohlfühlfaktor. Ich mochte die Charaktere, den Vibe, das sommerliche Setting und die 90er Jahre. Für mich war der Auftakt echt super und ich freue mich drauf und bin gespannt wie es weiter geht.