Zum Buch: Als der Kriminalhauptkommissar Bernd Menkhoff einen Anruf erhält, dass ein Kind entführt wird und er an der angegebenen Adresse den Psychiater Dr. Joachim Lichner antrifft, ereilt ihn fast ein Schlag. Denn Lichner wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt - und zwar für den Mord an einem kleinen Mädchen. Nun ist er wieder auf freiem Fuß. Geht das Morden weiter? Doch dieses angeblich entführte Kind gibt es nur auf dem Papier...
Meine Meinung: Ich habe mir Das Wesen von Arno Strobel ganz bewusst jetzt im Februar ausgesucht, denn es nimmt wohl indirekt Bezug auf sein neuestes Buch Ungelöst. Die erste Zeugin. Man merkt hier schon ein wenig am Schreibstil, dass Arno Strobel sich hier schriftstellerisch weiterentwickelt hat. Was ja gut ist. Denn hier haben mich die permanenten Zeitsprünge ein wenig durcheinandergebracht. Gerade weil hier immer die gleichen Personen drin vorkommen. Und die Geschichten sich ja auch in mancherlei Hinsicht ähneln.
Das ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt. Denn die Geschichte nimmt von Anfang an so richtig Fahrt auf und die Spannung ist bis zuletzt gegeben, da man überhaupt nicht ahnt, wohin diese Geschichte den Leser führen wird! Ein irres Psycho-Spiel, das hier gespielt wird mit grausamen Untertönen. Das ist ja immer so, wenn Kinder involviert sind.
Da es hier nur einige wenige Charaktere gibt, bekommen diese genügend Raum. Zusammen mit seinem Kollegen Alex Seifert jagt Bernd Menkhoff Lichner hinterher, denn er hasst ihn abgrundtief. Warum? Das erschließt sich dann im Laufe des Buchs.
Mein Fazit: Eine spannende Geschichte, auch wenn ich Arnos jetzigen Schreibstil viel lieber mag! Man lernt auf jeden Fall Bernd Menkhoff besser kennen, von dem ich jetzt schon so viel gelesen habe, aber nie seine Hintergründe kannte! Von mir gibt es tolle 4 Sterne für Das Wesen!