Inhalt Um ein Londoner Polizist zu werden, gibt es neben körperlicher und geistiger Gesundheit noch weitere harte Voraussetzungen. Doch ist es die einzige legale Möglichkeit, die Bösen zu bekämpfen, ohne dabei selbst ein Verbrecher zu werden - außer man ist wie Alex Verus magisch begabt. In diesem Fall kann man den Wächtern, also den Beschützern des übernatürlichen London, beitreten. Wenn man Alex glauben kann, ist dafür nicht einmal geistige Gesundheit nötig. Möglicherweise wäre diese sogar hinderlich. Aber ein Wächter zu werden ist seine beste Chance, um Unterstützung gegen den Schwarzmagier Richard Drakh, seinen wiedergekehrten Mentor, zu erhalten. FazitDie Reihe um Alex Verus ist für mich inzwischen meine absolute Lieblingsreihe ¿ und Band 6 bestätigt eindrucksvoll, warum. Trotz der Fülle an Ereignissen verliert der Autor niemals das große Ganze aus den Augen: Handlungsstränge fügen sich stimmig zusammen, übergeordnete Motive bleiben präsent und geben der Geschichte eine klare Richtung, auch wenn immer wieder neue Wendungen hinzukommen. Der Band ist sehr spannend und temporeich; bereits die ersten Seiten katapultieren einen mitten in die Handlung, sodass man sofort gefesselt ist. Das Erzähltempo bleibt hoch, ohne gehetzt zu wirken: Szenenwechsel und Enthüllungen sind so gesetzt, dass die Spannung konstant wächst und sich zugleich nachvollziehbar entfaltet. Besonders beeindruckt hat mich, wie der Autor es schafft, in einem so ereignisreichen Band Übersicht und Tiefe zu bewahren. Wichtige Entwicklungen werden nicht nur als Plotpunkte abgearbeitet, sondern in den Kontext der gesamten Reihe eingebettet, sodass sich Charakterbögen und übergreifende Konflikte organisch weiterentwickeln. Für alle, die auf mitreißende, gut durchdachte Serien stehen, ist dieser Band eine klare Empfehlung.