Nachdem mir Weil sie lügt von Caroline Seibt schon richtig gut gefallen hat, war für mich klar, dass ich auch ihre anderen Bücher lesen möchte. Und was soll ich sagen: Gestohlenes Kind hat mir sogar noch besser gefallen. Unfassbar gut und das als Erstlingswerk!
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Während man 1985 die Geschichte des zwölfjährigen Jakob verfolgt, ermittelt 20 Jahre später Theo Weiland in einem Fall, der zunächst wie ein Selbstmord aussieht, aber immer mehr Fragen aufwirft.
Ich mochte den Aufbau unglaublich gerne. Die beiden Handlungsstränge sind von Anfang an spannend und fesselnd und nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen. Die Entwicklung der Story hat mir richtig gut gefallen und auch die Charaktere konnten mich überzeugen allen voran Theo Weiland, der alles andere als ein klassischer Ermittler ist.
Der Schreibstil ist für mich eine absolute Stärke: sehr flüssig zu lesen, bildhaft und gleichzeitig unglaublich packend. Ich war sofort in der Geschichte drin und wollte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen.
Allerdings ist Gestohlenes Kind definitiv nichts für schwache Nerven! Einige Passagen sind teilweise wirklich heftig und gehen an die Substanz. Das sollte man wissen, bevor man zum Buch greift.
Für mich ist das ein unheimlich guter Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Für mich absolut kein Wunder, dass Gestohlenes Kind mit dem GLAUSER-Preis für das beste Debüt ausgezeichnet wurde.
Von mir gibt es eine glasklare Leseempfehlung!!!
Wer zum Beispiel Andreas Gruber oder Chris Carter mag und gerne düstere, spannende Thriller liest, sollte Gestohlenes Kind unbedingt auf seine Leseliste setzen.