(Anzeige / Rezensionsexemplare)
Costa Ricos erster Fall
Meertotfrau von Christoph Kastenbauer ist im September 2026 erschienen.
Ich lese nun wirklich schon sehr lange und leidenschaftlich Thriller, aber ein Roman wie dieser ist mir in meiner gesamten Lesekarriere noch nicht untergekommen und das leider in einem durchweg negativen Sinne
.
Warum wollte ich es unbedingt lesen?
Ich wusste im Vorfeld, dass sich dieser Roman mit dem Thema Shark Finning beschäftigt. Diese grausame Jagd auf Haifischflossen ist ein Thema, das ich in keiner Weise nachvollziehen kann. Mein Hauptbeweggrund, das Buch zu lesen, war die reine Neugier. Ich wollte wissen, wie der Autor dieses harte Umweltthema in einen Kriminalroman rund um einen abgehalfterten, ehemaligen SEK-Beamten einbaut.
Mein Leseerlebnis & Fazit
Ich bin von diesem Roman mehr als negativ beeindruckt. Der Autor benutzt seitenlang eine Sprechweise, die wohl einen lockeren Umgangston widerspiegeln soll.
Nach meinem Geschmack wurde hier jedoch nur begonnen, ein Bild zu zeichnen, bei dem das Buch dann völlig hängengeblieben ist.
Diese künstliche Sprache steht permanent im Vordergrund.
Das eigentlich tropische Land Costa Rica wird in meinen Augen komplett darauf reduziert, dass sich Männer und Frauen bei Alkohol und Drogen gehen lassen.
Was ist denn da los gewesen?
Ricos persönliche Leidensgeschichte wird zwar kurz erwähnt, aber völlig in den Hintergrund gedrängt. Seine eigentliche Lebensmotivation blieb mir bis zum Ende absolut unklar. Warum wurde hier kein tieferes Bild der Hauptfigur gezeichnet?
Sollte hier etwa nur krampfhaft Spannung für die nächsten Folgebände produziert werden?
Auch die Geschichte der gefolterten Frau blieb leider völlig hintenan.
Alles, was sich stattdessen geradezu in mein Gehirn eingemeißelt hat, ist das unendliche Leiden der Tiere.
Immer aufs Neue werden die exakt selben, grausamen Bilder produziert. Es gibt kleine Schauplatzwechsel, nur um direkt wieder zwischen malträtierten Tieren zu landen.
In meinem Hirn nistet sich nach dem Zuklappen ein ganz klarer, wiederkehrender Leitsatz ein: Schundliteratur?!
Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. Auch wenn mir das Buch als treue Thriller-Leserin dieses Mal absolut nicht zusagen konnte, schätze ich die Möglichkeit sehr, neue Autoren zu entdecken.
Ich kann diesen Roman jedoch leider nicht empfehlen. Als Bloggerin stehe ich für ernsthafte und ehrliche Rezensionen, weshalb ich für diesen Roman ungeschönt nur 1 Lesestern vergeben kann. Für mich war es ein absoluter Flop.