Eine Geschichte über Marie,die erst lernen muss, dass Kontrolle nicht alles ist u.dass das wahre Leben oft ganz anders aussieht als geplant
Anfangs hatte ich mit Marie wirklich meine Probleme. Sie ist kontrollsüchtig, perfektionistisch und möchte einfach alles perfekt machen...im Beruf, in der Familie und überhaupt in ihrem ganzen Leben. Mit ihrer Art konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren und ehrlich gesagt fand ich sie anfangs einfach nur nervig. Ich habe mich sogar gefragt, ob ich das Buch überhaupt weiterlesen möchte.Doch dann kam der Elternabend und Babette trat in ihr Leben... das komplette Gegenteil von Marie. Ab diesem Moment nahm die Geschichte immer mehr Fahrt auf. Nach und nach gerät Maries perfekt geplantes Leben völlig aus den Fugen. Als sie dann auch noch gesundheitlich ausgebremst wird und plötzlich gezwungen ist, ihr Leben zu überdenken, beginnt ihre eigentliche Entwicklung.Besonders schön fand ich, wie Marie nach und nach erkennt, dass sie sich in vielen Menschen geirrt hat - in Babette, in ihrem Chef, sogar in ihrer eigenen Familie. Sie merkt, dass Kontrolle nicht alles ist und dass sie lernen muss, loszulassen. Dabei gibt es viele lustige Momente, bei denen ich richtig schmunzeln musste.Am Ende habe ich Marie tatsächlich ins Herz geschlossen. Sie hat eine tolle Entwicklung durchgemacht. Und am Schluss dachte ich nur noch: Sind wir nicht alle ein bisschen Marie? Ich glaube, viele von uns erkennen sich in ihr wieder.Für mich war es wieder ein typischer Ellen-Berg-Roman: humorvoll, emotional und mit einer wunderbaren Botschaft. Anfangs dachte ich noch: Oh je, ob das was wird? Doch je mehr Marie sich verändert hat, desto mehr hat mich die Geschichte begeistert.Von mir gibt es ganz klar ¿¿¿¿¿ Ein wunderschöner Roman über Perfektionismus, Freundschaft, Selbstfürsorge und darüber, dass man manchmal erst alles loslassen muss, um sich selbst wiederzufinden.