**** Mein Eindruck ****
Quinn ist Jockey und dabei eine verdammt gute. In der Männerwelt des Pferdesports muss sie sich täglich beweisen, was ihr mit ihrer offenen, herzlichen Art und ihrem Talent mühelos gelingt. Nicht nur die Pferde schließen sie schnell ins Herz, sondern auch ihre neuen Arbeitgeber, die Beauforts. Während Connor sehr offen mit seinem Interesse Frauen und damit auch an Quinn umgeht, ist Landon deutlich verschlossener und gerade deshalb besonders interessant.
Am meisten begeistert hat mich die Jockey-Thematik. Ich bin selbst kein Pferdemensch, habe die Einblicke in den Rennsport aber mit großem Interesse verfolgt. Gerade dieser Teil des Buches wirkte authentisch und war für mich die größte Stärke der Geschichte. Auch die Dynamik zwischen Quinn und Landon zu Beginn hat mir richtig gut gefallen.
Weniger überzeugt hat mich die Entwicklung der Liebesgeschichte. Das emotionale Dreieck konnte ich noch gut nachvollziehen, die physische Ebene traf allerdings einfach nicht meinen Geschmack. Das ist eine rein persönliche Präferenz, aber genau dort liegt für mich die Grenze. Diese Szenen habe ich teilweise überlesen und mich lieber wieder auf den Pferdesport konzentriert.
Zum Ende hin wurde mir die Entwicklung in Hinblick auf den Pferdesport etwas zu abrupt. Gerade weil die Geschichte bis dahin vieles gut aufgebaut hatte, hätte ich mir hier mehr Zeit und mehr Details gewünscht.
Insgesamt hat mich das Buch dennoch gut unterhalten. Das Jockey-Setting war für mich eine echte Überraschung und macht definitiv Lust auf mehr. Schade nur, dass mich die Liebesgeschichte etwas verloren hat. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Lesende, die mit dieser Dynamik keine Schwierigkeiten haben, hier auch in diesem Handlungsstrang voll auf ihre Kosten kommen.
**** Empfehlung? ****
Für alle, die Romance mit Pferdesport und authentischen Einblicken in die Welt der Jockeys suchen. Wer mit einer Liebesgeschichte in Grauzonen gut zurechtkommt, wird hier vermutlich noch mehr Freude haben als ich.