Hugendubel.de - Das Lesen ist schön

Warenkorb

€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei

Dantons Tod

Drama. 'Reclam Universal-Bibliothek'.
Taschenbuch
In seinem ersten Drama 'Dantons Tod' (1835) zeichnet Georg Büchner ein düsteres Bild der Französischen Revolution. Er dramatisiert die Ereignisse zweier Wochen im März und April 1794 als Auseinandersetzung zwischen dem 'tugendhaft... weiterlesen
Dieses Taschenbuch ist auch verfügbar als:
Taschenbuch

2,00*

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Dantons Tod als Taschenbuch
Produktdetails
Titel: Dantons Tod
Autor/en: Georg Büchner

ISBN: 3150060605
EAN: 9783150060605
Drama.
'Reclam Universal-Bibliothek'.
Reclam Philipp Jun.

19. Februar 2001 - kartoniert - 87 Seiten

Beschreibung

In seinem ersten Drama 'Dantons Tod' (1835) zeichnet Georg Büchner ein düsteres Bild der Französischen Revolution. Er dramatisiert die Ereignisse zweier Wochen im März und April 1794 als Auseinandersetzung zwischen dem 'tugendhaften' Robespierre und dem 'sittenlosen' Danton.
Büchners revolutionäres Stück wurde wegen seiner politischen Schärfe und mitunter drastischen Sinnlichkeit zu Lebzeiten des Autors nur zensiert gedruckt. Weil es schonungslos das Scheitern einer humanistischen Idee zeigt, ohne die Idee selbst zu verleugnen, ist 'Dantons Tod' ein Revolutionsstück von ungebrochener Aktualität.
Text in neuer Rechtschreibung. - Der Text folgt der historisch-kritischen Ausgabe mit Quellendokumentation und Kommentar ("Marburger Ausgabe").

Portrait

Georg Büchner, 17. 10. 1813 Goddelau bei Darmstadt - 19. 2. 1837 Zürich. Seit der Ernennung des Vaters zum Assessor des Großherzoglichen Medizinalkollegs 1816 lebte die Familie in Darmstadt. Nach der Schulzeit ging B. 1831 zum Medizinstudium nach Straßburg; hier verlobte er sich 1832 heimlich mit der Pfarrerstochter Minna Jaeglé. Im Herbst 1833 setzte er sein Studium an der Landesuniversität Gießen fort, wie es die Gesetze des Großherzogtums erforderten. Er beschäftigte sich mit Philosophie und der Geschichte der Französischen Revolution, lernte den Butzbacher Rektor Friedrich Ludwig Weidig, den führenden oberhessischen Oppositionellen, kennen und entschied sich im Frühjahr 1834 für die sozialrevolutionäre Agitation (Gründung von Sektionen der geheimen Gesellschaft für Menschenrechte in Darmstadt und Gießen, Entwurf der von Weidig dann abgeschwächten und von den Gießener Sektionsmitgliedern verteilten Flugschrift Der Hessische Landbote). Angesichts der polizeilichen Verfolgungsmaßnahmen kehrte B. im September 1834 nach Darmstadt zurück, wo er sich äußerlich wissenschaftlichen Studien widmete, zugleich jedoch die Sektion der Menschenrechte leitete, mit dieser Pläne zur Gefangenenbefreiung vorbereitete und das Drama Dantons Tod schrieb. Nachdem er mehrere gerichtliche Vorladungen ignoriert hatte, ¿oh er im Frühjahr 1835 nach Straßburg. Hier verband er literarische Arbeiten (Übersetzung von Dramen Victor Hugos; Leonce und Lena, Lenz, Woyzeck) mit dem Studium der Medizin, der Naturwissenschaften und der Philosophie. Für die Abhandlung Sur le système nerveux du barbeau erhielt er am 3. 9. 1836 den Doktorgrad der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich. Im Oktober siedelte er nach Zürich über, wo er nach einer Probevorlesung Über Schädelnerven am 5. 11. 1836 als Privatdozent zugelassen wurde. Ende Januar 1837 erkrankte er an Typhus. Zu seinen Lebzeiten erschienen neben der revolutionären Flugschrift nur die Hugo-Übertragungen und, in einer von K. Gutzkow entstellten Form, das Drama Dantons Tod. Es behandelt, z. T. Quellenzitate montierend, einen Ausschnitt aus der Spätphase der jakobinischen Herrschaft, demaskiert die Motivationen, Selbsttäuschungen, Rollenspiele, die großen Gesten, die revolutionären Phrasen der Akteure und demonstriert zugleich den gräßlichen Fatalismus der Geschichte. Mit Leonce und Lena, aus Anlass eines Preisausschreibens des Cotta-Verlages 1836 entstanden, gelang B. eine die romantische Ironie potenzierende, anspielungsreiche, melancholische Literaturkomödie, die zugleich als Gesellschaftssatire zu verstehen ist. Fragment blieb der erst 1879 von K. E. Franzos in seiner Büchner-Ausgabe veröffentlichte Woyzeck (Franzos las fälschlich Wozzeck), ein in thematischer wie stilistischer Hinsicht revolutionäres Stück, das einen vorindustriellen Pauper, einen in die Psychose und zum Mord getriebenen Menschen zum Helden hat und die Frage nach der Verantwortlichkeit von Moral, Religion, Wissenschaft und Gesellschaft für diese Leidensgeschichte stellt. Wie Woyzeck beruht auch B.s einzige Erzählung, Lenz, auf historischem Material, der Krankengeschichte des Sturm-und-Drang-Dichters J. M. R. Lenz, von B. zu einem seelischen Seismogramm gestaltet und kunstvoll aus einer Perspektive erzählt, bei der die Grenzen von Innen- und Außenwelt, von Vernunft und Wahnsinn zu zer¿ießen scheinen. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

Pressestimmen

Georg Büchner 1813 - 1837
Der Anatom. Sezierte die menschliche Seele wie Fische im Medizinseminar: »Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.« Sein Herz schlug für die Schwachen (Woyzeck) und Schlaffen (Danton) - leider nicht lang. Sein Werk: scharf wie ein Skalpell.
Mit 21 per Steckbrief gesucht, mit 23 tot. Dazwischen: vergeblicher Versuch, die Welt umzustürzen (»Friede den Hütten! Krieg den Palästen!«); stattdessen Revolution der deutschen Dichtung. Dazu reichten vier Werke und eine Frage: »Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?« Genialischer Fatalist.
Der Anatom. Sezierte die menschliche Seele wie Fische im Medizinseminar: »Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.« Sein Herz schlug für die Schwachen (Woyzeck) und Schlaffen (Danton) - leider nicht lang. Sein Werk: scharf wie ein Skalpell.
bücher - das unabhängige Magazin zum Lesen
www.buecher-magazin.de

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch

Tragen Sie Ihre E-Mail- Adresse ein, und bleiben Sie kostenlos informiert:
Neukirchener Kalender 2018 - Abreißkalender
Kalender
Big Mouth and Ugly Girl
Taschenbuch
von Joyce Carol O…
Big Mouth and Ugly Girl
Buch (kartoniert)
von Joyce Carol O…
Dantons Tod
Taschenbuch
von Georg Büchner

Mehr aus dieser Reihe

zurück
Tristan
Taschenbuch
von Gottfried von St…
Monatsgedichte
Taschenbuch
Die römische Literatur in Text und Darstellung. Fünf Bände in Kassette
Taschenbuch
Gregorius
Taschenbuch
von Hartmann von Aue
vor

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Wer macht den Sport kaputt?
Buch (kartoniert)
Was das Gedicht alles kann: Alles
Buch (gebunden)
von Robert Gernha…
Das Leitwolf-Training
Buch (kartoniert)
von Mirko Tomasin…
Auf und davon
Buch (gebunden)
von David Arnold
GEO Special Prag und Tschechien
Buch (kartoniert)
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** im Vergleich zum dargestellten Vergleichspreis.