In der Wimsener Höhle auf der Schwäbischen Alb wird eine männliche Leiche im Wasser aufgefunden. Kommissar Surendra Sinha und seine Kollegin Leonie Lexer von der Kripo Reutlingen finden schnell die Identität des Toten heraus. Eine zweite Leiche, aufgefunden in der Nebelhöhle, führt die Ermittler zu einer Clique, die vor zwanzig Jahren an der Schule als Räuberhöhlen-Trio bekannt dafür war, zahlreiche Mitschüler gemobbt und terrorisiert zu haben. Schon bald gibt es eine dritte Leiche, diesmal in der Bärenhöhle...
Mit dem indischen Kommissar Surendra Sinha hat die Autorin Ingrid Zellner einen Ermittler auf die Schwäbische Alb versetzt, der sich einerseits hier bestens auskennt, andererseits immer wieder etwas Exotik in die Geschichte hineinbringt. Zudem ist Surendra Sinha ein äußerst kompetenter Ermittler, dem auch Kleinigkeiten ins Auge springen. Er und seine Kollegin Leonie Lexer ergänzen sich zu einem gut funktionierenden und erfolgreichen Team. Die Geschichte um das Räuberhöhlen-Trio ist gut durchdacht, es bieten sich einige Verdächtige an, wobei das Thema Mobbing mit viel Empathie angegangen wird: Als Leser könnte man sich durchaus alle Opfer dieses berüchtigten Trios als Rächer vorstellen. Man rätselt gerne mit und lässt sich letztendlich doch von der gut konstruierten Auflösung überraschen. Die Schwäbische Alb als Kulisse ist sehr gut in das Geschehen hineingearbeitet, da möchte man sich sofort auf einen kleineren oder größeren Ausflug in die Gegend aufmachen. Das Buch ist Teil einer Krimi-Reihe, lässt sich aber auch gut ohne weitere Vorkenntnisse lesen.
Mich hat dieser Regionalkrimi mit seiner Bezogenheit auf die Schwäbische Alb und mit diesem exotisch angehauchten Kommissar sehr schnell in seinen Bann ziehen können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.