Spannend und klein genug, um in einem Rutsch gelesen zu werden
Handlung:Der Landstreicher George nimmt einen geistig behinderten, aber bärenstarken Mann als Freund und Mitarbeiter unter die Fittiche. Sie wollen sich gemeinsam den Traum vom Eigenheim erfüllen, doch man ahnt von Anfang an, dass das nicht problemlos über die Bühne gehen wird.Meinung:Mit so wenig Text wurde eine so starke, unvergessliche Geschichte geschaffen.Das Büchlein zeigt ein wunderschönes Beispiel einer Männergruppe auf: George übernimmt die Verantwortung für seinen behinderten Freund und plant, noch einen weiteren behinderten Mann mit in die WG aufzunehmen, wo die Männer dann je nach individueller Fähigkeit die Arbeiten rund ums Haus aufteilen möchten. Noch utopischer kann es ja nicht werden.Was mich ein bisschen gestört hat: Lennie ist dermassen stark, dass es fantastische Züge annimmt. Er zerquetscht bwpw. ohne Mühe eine zur Faust gemachte Hand. Ich denke, der Autor wollte Lennie glasklar moralisch freisprechen, ihn als lieben Idioten darstellen, der sich seiner Kraft nicht bewusst ist - auf Kosten der Glaubwürdigkeit.Das tragische Ende wäre unter anderen Umständen vielleicht kitschig geworden, es fühlte sich aber genau richtig an.