304 Seiten Regionalität mit Küstenkrimi-Flair
In "Dreimal tote Tante" von Kirschan Koch dreht sich dieses Mal alles um mysteriöse Todesfälle. Thies Detlefsen, der ruhige Ermittler mit einem scharfen Verstand, ist natürlich auch wieder dabei und hat mit einer besonders kniffligen Angelegenheit zu tun, die die Gemüter in Aufregung versetzt.Aber beginnen wir von vorn. Nachdem eine Leiche in der Jauchegrube des Bauern Schlotfeldt entdeckt wurde, beginnt das Rätsel nach seiner vermissten Frau, die kurz vor Ihrem Verschwinden noch eine Postkarte geschickt hat und darauf verwies, ein neues Leben beginnen zu wollen. Seltsam, dass der Bauer die Karte einfach so hingenommen und in eine Schublade gepackt hatte. Just als Thies darüber nachsinnierte, verschwindet auch Pensionswirtin Renate spurlos. Piet Paulsen flüstert etwas von einem skandinavischen Krimi, und schon haben wir den entscheidenden Hinweis! Denn in Dänemark gab es einen ähnlichen Fall - eine Leiche mit einer geheimnisvollen Karte.Zusammen mit der schlagfertigen Nicole Stappenbeck von der Mordkommission in Kiel nimmt Thies die Ermittlungen auf. Doch während das Dorf über ihren wachsenden Bauch tuschelt, gibt es weitaus wichtigere Dinge zu klären. Und Mandy, die neue Freundin von Klaus, bringt mit ihrem sächsischen Dialekt zusätzlichen Schwung in die friesische Hidden Kist!Dieser Krimi glänzt nicht durch Blut und actionreiche Szenen, es ist vielmehr die Gemeinschaft, die die Spannung am Leben hält. Da dieses bereits der vierte Band dieser Küstenreihe ist, wäre es durchaus ratsam, die Protagonisten von Anfang an kennenzulernen, damit die Andeutungen und Handlungen nachvollziehbarer werden. Und wer sich fragt, was es mit dem Buchtitel auf sich hat, wird auf den letzten Seiten mit einem Rezept belohnt.Ich freue mich schon auf die nächsten Bände im beschaulichen Fredenbüll.