Ein spannender Urban Fantasy Roman dem es an nichts fehlt
Mein erstes Buch von Lily Stark "Die Kinder der Träume" hat mir vor ein paar Monaten eine schöne Zeit beschert. Daher habe ich mich sehr auf "Das Flüstern der Unterwelt" gefreut, welches ich von einer Bloggerkollegin >> bookmountains << geschenkt bekommen habe. Danke abermals an dieser Stelle.In diesem Buch geht es um Anastasia, die seit einem schrecklichen Ereignis nichts mehr mit übernatürlichen Dingen zu tun haben möchte. Blöd nur, dass sie einer jener Auserwählten ist, die Seelen hilft, heil auf die andere Seite zu kommen. Demnach muss sie sich, ob sie will oder nicht, ihrem Schicksal beugen. Während ihrer Arbeit in einem kleinen Laden, den sie mit ihrem Bruder führt, passieren ihr plötzlich seltsame Dinge, welche darauf abzielen sollen, sie zu töten. Was zunächst nur für ein paar Kratzer und eine zerstörte Einrichtung sorgt, entpuppt sich schon bald als großes Problem. Zum Glück stehen ihr schon bald ein witziger Sidekick, ein Vampir und ein Werwolf zur Seite, um sie vor den Gefahren zu schützen. Etwas später treten die Widersacher aus den Schatten und denen ist jedes Mittel recht, um Ana den Gar auszumachen. So beginnt eine Hetzjagd auf Leben und Tod.Ohne Zeit zu verschwenden, wirft uns die Autorin direkt in die Handlung. Im ersten Kapitel lernen wir bereits einen der später wiederkehrenden Widersacher kennen. Er scheint aus guten Gründen sehr schlecht auf Ana zu sprechen zu sein. Generell hat jeder auf der Gegenseite einen "guten" Grund, sie lieber tot als lebendig zu sehen. Die Charaktere an sich, egal auf welcher Seite sie in der Handlung stehen, haben mir gut gefallen. Jeder seine Stärken, Schwächen und Macken. Einige bewegen sich in Grauzonen, bei denen man nie weiß, auf welcher Seite sie gerade stehen. Das machte alles etwas spannender. Obwohl Anas besondere Fähigkeiten, ihre Familiengeschichte und ihr interessantes Umfeld ohnehin schon genügend Stoff geboten haben, mich bei der Stange zu halten. Die Auflösung gegen Ende, wer tatsächlich für den Tod ihrer Eltern verantwortlich war, hat mich überrascht. Denn in den Kapiteln zuvor gab es kaum Anzeichen, wer es denn gewesen sein könnte.Noch ein paar Worte zu unserer Protagonistin. Zum Glück ist sie nicht ein übernatürliches Wesen, welches von Anfang an alles kann und super toll ist. Nein, sie ist eigentlich ziemlich normal, abseits ihrer besonderen Rolle und ihren dunkeln Fähigkeiten. Sie verlässt sich immer wieder auf ihre Gefährten und sorgt mit ihnen zusammen für Ordnung. Der Schreibstil hat mir allgemein auch sehr zugesagt. Von ruhig bis rasant, romantisch bis dramatisch war alles dabei. Langeweile gab es nicht. Das Ende konnte mich ebenfalls überzeugen. Ein toller Urban-Fantasy-Roman für spannende Lesestunden.