Eine anrührende Geschichte mit einem realen Hintergrund ...
Kann ein kleiner, rosaroter, dazu noch im Dunkeln leuchtender Elefant, kann ein solches Fabelwesen einen "alten Sack" wie mich zu Tränen rühren? Ja, er kann - wenn die Geschichte so meisterlich dargestellt wird wie in diesem Werk von Martin Suter.Aber nicht nur der kleine Elefant erwärmt das Herz (Kindchenschema hin oder her ...), sondern auch viele der übrigen in diesem Roman vorkommenden Menschen tragen durch ihre Art, ihr Auftreten, ihren Respekt vor den Mitmenschen und Mitgeschöpfen zu dieser insgesamt positiven Grundstimmung des Romans bei. Natürlich gibt es auch die Fieslinge, die dem Roman Spannung und Würze verleihen und natürlich gibt es auch ein übergeordnetes Thema wie hier in Form der Genmanipulation unter anderem durch die inzwischen so furios gestartete und noch mit einigen Fragezeichen behaftete CRIPR/Cas-Technik.Gute Hauptdarsteller, ein aktuelles Thema spannend aufbereitet, fehlt nur noch die Liebe. Und tatsächlich kommt auch diese vor, sei es die zwischen Menschen bzw. zwischen zwei Personen oder die zwischen Mensch und Tier. Auch wenn die philosophischen Einsprengsel hin und wieder etwas oberflächlich geraten wie beim Thema Schöpfung versus Evolution oder dem komplexen Thema der Gentechnik. Aber sei's drum: Unterhaltend sind sie allemal. Mal ganz abgesehen von den ganz vorzüglichen Schilderungen über kleine (wie der Kleine entstand und warum er leuchtet soll hier nicht verraten werden) und große Elefanten. Nach dem Lesen des Buches möchte man einfach noch mehr über diese imposanten Tiere wissen.(21.12.2017)