Henriette ist eine glückliche Wieversumerin mit Job, schönem Zuhause und einer lustigen Hühnerschar. Leider auch mit einem Bruder, der ihr Zuhause verpfändet. Zumindest die Hälfte davon. Das macht die Sache aber nicht weniger schlimm, denn Sönke ist der Leiter der Sparkasse und derjenige, der sich diese Hälfte nur zu gern aneignen würde, um wieder - ja, wieder - bei Henriette einzuziehen. Er ist ihr Ex, der sich vom Prinz zum Frosch entwickelte und deshalb von Henriette vor die Tür gesetzt wurde.
Nun muss also Henriette innerhalb weniger Wochen eine riesige Summe Geld auftreiben. Praktisch unmöglich, aber in diesen Dimensionen denken sie und ihre Freundinnen nicht. Auftritt der Wieversumer Goldstücke: Finja, Neele und Grete. Das Quartett hält zusammen wie Pech und Schwefel, nimmt stoisch den Kampf gegen die beiden Quertreiber auf und liefert den Leserinnen einen wahnsinnig spannenden Show-down. Bis dahin durfte ich mitleiden und mitlachen, mich über die knackigen Sprüche von Grete freuen, und Henriette und Hanno bei ihren Gesprächen lauschen, die mit wenig Worten viel sagen. Wun-der-bar. Wäre Wieversum ein realer Ort, würde ich gleich dort hinziehen wollen. So bleibt mir nur, auf eine Fortsetzung zu hoffen.