Eine spannende Grundidee, die für mich viel zu langweilig und blass geblieben ist.
Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen - aber diese Welt hat einen Preis.Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten ...Dieses Buch lag nun schon sehr lange auf meinem SuB und wurde aus den unterschiedlichsten Gründen immer übergangen. Nun war es aber endlich mal so weit und ich war sehr gespannt, was es mir bieten würde.Die Prämisse klang super spannend, aber leider hatte ich schon direkt zu Beginn erhebliche Probleme mit dem Schreibstil, der für mich ziemlich dröge klang und die Geschichte ziemlich langweilig erschienen ließ.Leider wurde das auch im Verlauf der Handlung einfach nicht besser und ich musste mich wirklich zwingen, weiterzulesen. Dabei habe ich mich ständig gefragt, wie etwas im Grunde so Spannendes, so langweilig klingen kann.Hinzu kam noch, dass mir sehr schnell viele Fragen zu dieser angeblich so perfekten Welt kamen und immer mehr Dinge eher unlogisch und auch unschön erschienen sind.Als sich schließlich die Anzeichen dafür gemehrt haben, dass diese angeblich perfekte Welt doch eher weit davon entfernt ist und vor allem das Scythe-System so einige Fehler aufweist, hatte ich zwischenzeitlich mal die Hoffnung, dass es jetzt endlich spannender werden könnte und kurzzeitig gab es auch immer mal wieder interessante Entwicklungen, aber die wurden dermaßen schnell abgehandelt und das dann meistens auch noch eher mit der Holzhammermethode, dass ich davon eher genervt war.Die Korruption im System war dermaßen offensichtlich und leider so gar nicht raffiniert; die Bösen einfach nur böse, weil sie es sein konnten und leider auch so komplett ohne interessante Hintergrundgeschichte angelegt, dass die Handlung einfach nur langweilig blieb und ohne große Überraschungen verlief, weil immer alles dermaßen offensichtlich war.Schließlich wurden uns noch so einige einfach nur brutale Szenen präsentiert, die ebenfalls einfach nur dafür da waren, um uns noch mal in aller Deutlichkeit zu zeigen, dass die Bösen wirklich einfach nur böse sind und auch noch Spaß daran haben. Das empfand ich dermaßen platt erzählt, dass ich das Buch erst mal für ein paar Tage liegen lassen musste.Wenn die eigentliche Idee mir nicht weiterhin Hoffnung auf eine Spannungssteigerung gemacht hätte, hätte ich vielleicht sogar abgebrochen, aber nach ein paar Tagen wollte ich es noch mal versuchen.Es gab auch einige Entwicklungen - vor allem im letzten Drittel - die mir wirklich gefallen haben und mich mal für ein paar Kapitel richtig fesseln konnten, aber die wurden wieder dermaßen schnell und vor allem dröge abgewickelt, dass ich schnell wieder von der Vorhersehbarkeit gelangweilt wurde.Ganz besonders gestört hat mich dabei, dass wir viele Entwicklungen gar nicht bis zum Ende verfolgen, sondern uns nur mal eben am Rande von einer anderen Figur erzählt wird, wie die besagte Situation ausgegangen ist. Schneller konnte man die Spannung kaum abwürgen.Das leicht offene Ende hätte Lust auf den nächsten Teil der Reihe machen können, aber nachdem ich mich durch den größten Teil des Buches mehr oder weniger durchgequält habe, belasse ich es bei dem ersten Teil und hake die Reihe für mich ab.Fazit: Wie eine dermaßen vielversprechende Prämisse dermaßen langweilig erzählt werden konnte, werde ich wohl nie verstehen. Vieles blieb mir viel zu blass und sowohl den Figuren als auch der Welt fehlte für mich einfach der Tiefgang. Der Schreibstil hat mich nur ganz selten mal mitreißen können und diese Stellen wurden dann auch meist dermaßen schnell und dröge abgehandelt, dass jegliche Spannung und Freude an der Geschichte sofort wieder abgewürgt wurde, sodass ich mich zum Weiterlesen eher zwingen musste.Der kleine Cliffhanger am Ende konnte mich dann auch nicht mehr neugierig genug auf den Rest der Reihe machen, weswegen sie dann auch für mich hier ihr Ende finden wird.Zumindest wieder ein Dauergast weniger auf meinem SuB. (2,5 Sterne)