3,5/5
Ich habe mich auf Grund des Klappentextes für den Roman entschieden und habe wieder mal gelernt, dass man da doch auch anderes erwarten darf, als drin steht. Jetzt nicht von dem Inhalt sondern eher von der Art des erzählens.
Marina verliert ihre große Liebe und den Vater ihrer Tochter. Jahre später lebt sie den Traum von sich und ihrem Mann weiter in dem Restaurant Sölbloom. Und da gibt es auch noch Oliver. Patenonkel ihrer Tochter, bester Freund ihres Mannes und doch fängt es an, zwischen den beiden zu knistern
Mich konnte das Buch mit dem schönen Schreibstil anfangs begeistern. Die Geschichte von Marina und Oliver ist nicht so ganz einfach, da seit dem Tod von Marinas Mann immer eine gewisse Angst in ihr schwelt, dass wieder so etwas schreckliches passieren könnte und dadurch Marina viel von ihrer Lebensfrohen Art verloren hat, die man doch auch immer wieder durchkommen sieht. Mich hat das tatsächlich etwas runtergezogen, bis es nach etwa der Hälfte langsam besser wurde und ich wieder mit mehr Freude an die Geschichte drangehen konnte.
Marina ist teilweise so gefangen in ihrem Kopf, dass sie es damit auch ihrer Tochter nicht immer leicht macht. Erst die eine oder andere Begegnung oder Gespräch löst etwas in Marina, sodass einiges einen weiteren Schritt nach vorne nehmen kann. Immer an Marinas Seite, ihre Schwestern (eine etwas weiter weg), ihre Freundin und Köchin Stefanie, zwei Freunde aus dem Buchclub und Chris, der am Ende zurück auf die Insel kommt und Marina etwas ermöglicht, dass sie sich anfangs wahrscheinlich nicht im Leben zugetraut hätte.
Eine Geschichte, die mich auf die schöne Insel Sylt verschlagen hat, die mich aufgewühlt, aber auch gezeigt hat, dass man manchmal loslassen muss, um etwas Neues zu finden, was einen glücklich macht.