Ein ruhiger, emotionaler Roman über Trauer, Hoffnung und den Mut, das Herz wieder zu öffnen.
Ein warmherziger Auftakt mit viel Inselatmosphäre, leisen Tönen und Figuren, in die man sich gut hineinversetzen kann.Und wieder habe ich mich nach Sylt gelesen wo der Nordseewind mich ordentlich durchgepustet hat. Mit "Die Inselschwestern - Meerwasserherzen" von Nina Mazur habe ich eine Autorin entdeckt, deren Geschichte mich direkt berührt hat. Da ich bisher noch kein Buch von ihr gelesen habe, war ich umso gespannter auf ihr Debüt und ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Auftakt der Inselschwestern-Reihe hat mir eine wirklich schöne und emotionale Lesezeit geschenkt.Worum geht's: Die Geschichte nimmt uns mit nach Sylt, zu Marina Hansen. Nach dem Unfalltod ihres Mannes steht ihre Welt plötzlich still. Was bleibt, ist die Verantwortung für ihre Tochter Lisa, der Zusammenhalt ihrer Familie und ihr Restaurant "Sölbloom", das sie irgendwie durch den Alltag trägt.Doch Trauer, Schuldgefühle und die Angst vor neuem Schmerz begleiten sie auf jedem Schritt. Besonders berührt hat mich, wie feinfühlig das Thema Trauer verarbeitet wird. Gleichzeitig schafft es die Autorin, trotz dieser schweren Themen bleibt eine gewisse Leichtigkeit.An Marinas Seite ist Oliver, der beste Freund ihres verstorbenen Mannes und Lisas Patenonkel. Zwischen ihnen entstehen leise, vorsichtige Gefühle, die Marina selbst überraschen. Aber auch Zweifel, Ängste und ein dunkles Geheimnis stehen zwischen ihnen.Der Schreibstil ist ruhig, warm und sehr angenehm zu lesen. Ich konnte mich gut in die Figuren hineinversetzen und habe besonders Marina und ihre Gedanken oft sehr gut verstanden.Ein Zitat aus dem Buch ist mir besonders im Kopf geblieben:"Schließlich läuft das Leben weiter, auch wenn ich gerne ab und zu auf Pause drücken würde." Und ganz ehrlich, wer hat sich das nicht schon einmal gewünscht?Ein Buch für alle, die Geschichten mit Herz und Tiefgang lieben, sich nach Nordsee-Atmosphäre und Inselgefühl sehnen. Eine Geschichte über Trauer, Hoffnung und Neuanfang mögen und herzlichen Figuren, die Schritt für Schritt wieder ins Leben zurückfinden.Eine eher ruhige Geschichte aber sehr gefühlvoll und hat mir ein paar schöne Lesestunden geschenkt. Ich freue mich auf jeden Fall auf eine Fortsetzung,