Chloe scheint vom Pech verfolgt zu sein. Ihre Beziehung zerbricht kurz vor der Hochzeit, kurze Zeit später verliert sie ihren Job. Um dem allem zu entkommen flieht sie nach Lichterhaven zu ihrer Schwester Isalie. Dort baut sie sich ein neues Leben auf, möchte allerdings irgendwann nach Hamburg zurückkehren. Als sie auf ihren Nachbarn Tristan trifft ist diese Begegnung alles andere als schön. Abweisend, desinteressiert und grummelig scheint er alles andere als erfreut über die Nachbarschaft. Sein Dackel Cooper sieht das allerdings anders. Er ist sofort begeistert von Chloe. Und plötzlich merkt Tristan, dass sie doch gar nicht so verkehrt ist, wie er ursprünglich dachte. Wäre da nicht diese blöde Abmachung und seine Vergangenheit.
Dies ist nicht mein erster Roman von Petra Schier und auch nicht mein erster, der in Lichterhaven spielt. Schon zu Beginn meiner Rezension möchte ich diese Reihe gerne allen ans Herz legen, die eine Geschichte suchen, die sie berührt und mitnimmt. Eine Geschichte, die cozy vibes hat und dafür sorgt, dass man sich als Leserin Zuhause fühlt. Und das nicht nur in einem Teil, sondern in jedem weiteren auch.
Was ich ganz besonders schön finde, ist, dass sich jeder Teil noch schöner anfühlt, weil man zu liebgewonnen Protagonisten zurückkehren darf. Weil man die Gegend schon kennt, die Umgebung und einfach Lichterhaven bereits ins Herz geschlossen hat. Die Protagonisten aus den vorherigen Bänden, kommen immer wieder in Nebenrollen vor und das ist einfach schön. Schon beim letzten Band hatte ich den dringenden Wunsch ebenfalls mal dorthin zu reisen. Leider ist der Ort fiktiv, was ich sehr schade finde.
Die Bücher sind aber nicht nur für diejenigen geeignet, die schon mal in Lichterhaven waren. Nein, man kann jederzeit in die Reihe einsteigen und das finde ich richtig klasse. Man braucht absolut kein Vorwissen, bekommt aber beim Lesen große Lust auch die anderen Bände zu lesen. Weil sie einfach so schön geschrieben sind und sich eben wie Zuhause anfühlen.
Auch in diesem Band mochte ich die beiden Protagonisten wieder sehr. Beide haben eine nicht ganz einfache Vergangenheit und knabbern noch an dieser. So hat ihre Beziehung nicht nur eine Hürde zu nehmen und ist zwischendurch geprägt von Auf und Abs und verunsicherten und verletzten Gefühlen, die einmal ausgesprochen für viel Verständnis sorgen. Ich mochte es sehr gerne, dass diese Entwicklung relativ langsam von statten geht und nichts überstürzt wird.
Und ganz besonders mochte ich die kleine Fellnase Cooper, die wie in Petra Schiers Romanen üblich, selbst durch ihre Gedanken zu Wort kommt. Was auf den ersten Blick vielleicht merkwürdig klingt, ist es eigentlich gar nicht. Ich liebe es die etwas naiven, kindlichen, aber so passenden Gedanken zu lesen. Sie sind einfach nur zuckersüß und machen die Hunde - auch Cooper - so nahbar und geben natürlich auch nochmal eine andere Perspektive auf die Geschichte.
Die Romantik kommt hier natürlich auch nicht zu kurz, ebenso wie eine erotische Szene, die sehr ästhetisch und gelungen ist. Ich brauche nicht zwingend explizite Szenen in Büchern, finde es aber ganz toll, wenn sie so schön geschrieben sind, wie hier. Das Ende rundet die Romantik dann perfekt ab und ich freue mich schon sehr, wenn ich wieder nach Lichterhaven zurückkehren darf.
Ein wunderschönes Buch, dass mir absolute Wohlfühlgefühle gebracht hat. Es hat mich mitfiebern und lachen lassen und mich bestens unterhalten. Ganz große Empfehlung von mir und ganz großes Vermissen von Lichterhaven ab heute.