Verrückte Reise, beeindruckende Reise, unglaubliches Schicksal. Interessant zu lesen, zum Teil fand ich es aber langatmig.
KLAPPENTEXTAlles, was Raynor und Moth noch besitzen, passt in einen Rucksack. Sie haben alles verloren - ihr Zuhause, ihr Vermögen und Moth seine Gesundheit. Mit einem kleinen Zelt machen sie sich auf, den gesamten South West Coast Path, Englands bekanntesten Küstenweg, zu wandern. Mit einem Mal ist ihr Zuhause immer nur dort, wo sie gerade sind. Sie begegnen Vorurteilen und Ablehnung, doch zugleich entdecken sie das Glück ihrer Liebe und lernen, Kraft aus der Natur zu schöpfen. Allen Widrigkeiten zum Trotz öffnet ihr mehrmonatiger Trip ihnen die Tür zu einer neuen Zukunft.MEINUNGIch bin oft sehr begeistert von Menschen, die so lange Wanderungen machen. Dass das Buch eine wahre Begebenheit beschreibt von zwei Menschen, die wirklich alles verloren haben, macht es umso spannender.Der Einstieg war super spannend. Raynor beschreibt eine Szene, in der sie und Moth vor dem steigenden Wasser mitten in der Nacht flüchten. Und sie beschreibt das, als wäre man wirklich mitten drin und dabei. Es vermittelt einen Eindruck von so vielem, das die beiden auf ihrer Reise erlebt haben. Aber diesen Stil habe ich leider das restliche Buch vermisst.Es ist sicherlich nicht leicht über eine so lange Reise so zu berichten, dass es sich in einem Buch gut lesen lässt, allem, was man erlebt hat gerecht wird und auch nichts wichtiges auslässt, das vielleicht die ein oder andere Entscheidung herbeigeführt hat.Mir persönlich hat es vom Schreibstil her deshalb nicht so zugesagt. Ich fand es stellenweise sehr trocken, auch weil ich mit den Beschreibungen nur zum Teil wirklich was anfangen konnte. Trotzdem hat mich die Geschichte fasziniert und ich finde sie auch definitiv erzählenswert. Denn sie zeigt auch Dinge auf, die man oft eher mal ausblenden möchte, es sich aber doch lohnen könnte mal näher hinzuschauen. Ich könnte mir vorstellen, dass mir das Buch als Hörbuch etwas besser gefallen hätte, weil es dann mehr so gewesen wäre, als würde mir jemand seine Geschichte erzählen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass jemand anderes mit dem Buch sehr gut zurecht kommt.