Bei "Twelve Secrets" handelt es sich um das Debüt des Autors Robert Gold und ist der Auftakt einer Thriller Reihe rund um den Journalisten Ben Harper. Erschienen ist dieser Band im August 2025, der zweite Teil "Eleven Liars" ist auch schon erhältlich.
Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht da es zu einigen Perspektivwechsel kam die ich erstmal durch schauen musste. Sie kamen mir anfänglich willkürlich und Zusammenhangslos vor, aber im Laufe der Story verweben sie sich ineinander und ergeben ein großes ganzes.
Der Hauptteil wird allerdings aus Ben's Perspektive geschildert. Ben hatte gleich zu Beginn mein größtes Mitgefühl. Erst muss er in jungen Jahren die Leiche seines Bruders entdecken und dann Jahre später den vermeintlichen Selbstmord seiner Mutter. Besonders tragisch, Ben's älterer Bruder wurde brutal von zwei Mädchen getötet. Wieso, weshalb und warum bekommen wir nach und nach eröffnet.
Wenn man einmal dahinter gekommen ist, bringen die Perspektivwechsel eine deutliche Spannung mit, offensichtlich hat jeder Bewohner dieser Kleinstadt ein Geheimnis das verborgen bleiben soll. Die Kapitel sind allesamt kurz und knackig gehalten und enden jedesmal mit Cliffhangern so das einen die Seitenzahl von 416 gar nicht auffällt.
Die Schreibweise ist sehr angenehm flüssig zu lesen, und sehr emotionsgewaltig trotz diverser Perspektivwechsel, jeder Charakter hat eine Achterbahn der Gefühle in mir geweckt.
Was mich besonders überrascht hat, ist, wie tief diese Geschichte geht. Es geht hier nicht nur um einen Journalisten, der etwas aufdecken will. Es geht um schockierende Enthüllungen, um Geheimnisse, die vielleicht besser im Verborgenen geblieben wären und um Menschen, die daran zerbrechen.
Twelve Secrets ist keinesfalls ein Thriller den man nebenbei so weg liest, man muss sich schon etwas konzentrieren um sämtliche Handlungsstränge und Charakter zu verstehen. Aber genau dieses verwobene und undurchsichtige hatte seinen Reiz und ich hatte spannende Lesestunden. Für ein Debüt fand ich es wirklich gelungen.