Ich habe Texte der Autorin schon vor vielen Jahren verfolgt, als die sie noch sehr extrem, punkig und ungemütlich waren. Die Anschaffung von EPIC war daher ein Muss für mich und ich finde die Zusammenstellung gut gelungen. Sarah versucht nicht, die älteren und unreiferen Sachen unter den Tisch fallen zu lassen, sondern stellt sie offen und ehrlich als Teil des Gesamtwerkes dar. Wer irgendeine Form von klarer Zuordnung braucht, wird völlig enttäuscht sein: Sarahs Texte sind wie ein modernes Musikvideo, wie beispielsweise der neueste Hit von Falling in Reverse, eine Aneinanderreihung völlig unterschiedlicher Musikstile. Von Metal, über Core und Melodic und dann wieder zurück in die Tiefe. Wer damit nicht umgehen kann, wird an den Texten keine Freude finden. So zumindest verstehe ich auch den selbstironischen Klappentext. Hier passt das eine nicht wirklich zum anderen und ergibt am Ende zusammen dennoch Sinn. Ich finde das genial.