Verwirrend und mit zu vielen Figuren
Ich will ja meine Bewertung schreiben, aberDongefällt das nicht und plötzlich ist da ein fetter Szenenwechsel, die alle im Buch so gestaltet worden sind und damit den Lesefluss jedes Mal unterbrechen. Ich habe mich daran nicht gewöhnen können, auf diese Art der Autorin, die alles durcheinanderschreibt und das mit so vielen Figuren darin, dass ich keine Ahnung habe, ob sie eine Rolle spielen oder ablenken. Und Ablenken, das kann die Autorin.Jedes Mal, wenn die Handlung endlich etwas klar wird und ich mir denke, so ist die Geschichte, das ist der Plan, kommt so ein Szenenwechsel, der all die Vorarbeit durcheinanderbringt und ich dann keine Ahnung habe, ob die Geschichte in der gleichen Zeit spielt, oder es ein Sprung zurück oder nach vor ist. Es ist verwirrend. Supermega verwirrend.Und nicht nur das. Die Autorin will nicht, dass eine klare rote Linie existiert, also ein roter Faden. Sie schreibt wie ein riesiges Puzzle, dessen Teile sie nicht zusammensetzt, sondern in den Mixer wirft und auf Stufe 4 alles schreddert. Kaum glaube ich, Dons Leben zu kennen, taucht irgendwer auf, nimmt die Handlung in Anspruch und verschwindet wieder. Kaum kenne ich einen ihrer Freunde, wird alles umgekippt und ich lese das Buch, in der so viel Wut ist, die sich gegen jeden richtet und doch keinen Plan hat. Es ist so ermüdend.Die Autorin baut übertrieben viele Hintergrundgeschichten ein und bei Seite 150 habe ich keine Ahnung, wie viele Figuren ich hinter mich habe und was ich mir alles merken muss. Die Autorin bauscht die Haupthandlung und geht großzügig mit Details um.Dann werden Handys als Endgeräte bezeichnet und ich denke mir, es hat mit der heutigen Zeit nichts zu tun, aber der Brexit wird angesprochen und nach einigen Seiten nennt jemand das Wort Smartphone und ich denke mir ... ach ... ich kann das nicht. Ich will das nicht lesen. Wieso muss alles so durcheinander und kompliziert sein. Wieso dieses Chaos?Mag sein, dass einigen das Buch gefällt, aber ich konnte damit nicht warm werden. Mir gefällt der Stil der Autorin, wie sie beschreibt und brutal ehrlich ist. Jeder im Buch denkt nur an Sex und als Teenager war das auch mein Hauptgedanke Numero Uno. Es wird gewichst, gefickt und gespritzt und Don sucht in diesem Chaos nach sich selbst und versteht ihre eigene Sexualität nicht. Und ohne diese chaotische Erzählweise wäre ich sicherlich voll gern Don gefolgt. Aber so ist das ein Kraftakt, der sich nicht so anfühlt, als würde es mich am Ende belohnen.